Monthly Archives: Juni 2022

Die Geschichte vom buntlichten Volk

Die Geschichte vom buntlichten Volk

 

Am Anfang war die Liebe
und die Liebe ist nie nie allein
darum hatte sie zum Gatten

Bewußtes Sein dies war das
Glück der Goldenen Zeit
die währet eine halbe Ewigkeit

Jetzt heute und hier auf Erden
sind Gärten und Wiesen darin
eine Blume wunderschön sprießt

Die Blüte duftend Nektar frisch
das ists was den Göttern uns
wir Liebenden freudig schenken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Schimmer von Licht

Einen Schimmer von Licht

 

Da auf dem hölzernen Tische
geschmückt von linnenem Tuch
liegt ein leeres rotes volles Buch

Schwarz beschrieben auf weißem
Grund tanzen Buchstaben in Reih
und Glied wie Zinnsoldaten bunt

In ihrem wahnwitzigem Geisterkrieg
fallend da fällt ein Schimmer von Licht
Auf das Papier löscht liebend jegliche Spur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bretter die die Welt bedeuten

Die Bretter die die Welt bedeuten

 

Dann als der Vorhang wich die Bühne
hölzern baumerstanden bretterfedernd
die Figuren schreiend weinend lachen

Flüstern intrigieren sich ver und
entlieben Trauer Wut und süßer
Schmerz Tode selbst gestorben

Ach ein Kindlein denn zur Welt
gebracht Masken hängen oben
eine traurig eine freudig lacht

Jetzt zur mitternächtlichen Stunde
sind die Zuschauer Schemen Geister
und Dämonen Gespenster und Fantome

Dessen was abendlich hier geschehn
leer die Reihen mit Verstorbnen voll
eine Rose auf der Bühne unsterblich schön

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch weniges das Alles ist

Noch weniges das Alles ist

 

Großes setzt sich aus Kleinem zusammen
und viele Kleine bilden das Große
siehe keines ist gering und Du Du Du

Bist der Übergang von Einem zum Anderen
Ach keiner Bewertung von außen bedarfs
Dein Segen ist immer das Du liebst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Märchenwunderland

Im Märchenwunderland

 

Unser Dach ist gedeckt mit durchsichtigen
Schindeln aus Himmelslicht der Mauern
Steine von Mutter Erde entliehn

Die Fenster ganz aus Luft und Wind
Die Türe des Herzens allzeit offen
Hans im Glück geht pfeifend vorbei

Innen lacht das Jesuskind und
Aschenputtel ist jetzt eine Schwarze
die das Lied von den zehn kleinen

Negerlein nicht singt weil das verboten ist
Hänsel und Gretel bringen Johannisbeeren
vorbei und wir schenken ihnen Erdbeeren

Schneewittchen ist im Garten gerade erwacht
und Sterntaler steht heiter in der Wiese
hängt Wäsche auf im goldnen Sonnenlicht

Einen bösen Wolf haben wir nicht
dafür einen Straßenhund aufgenommen
Jetzt feiern wir ein Fest du bist unser Ehrengast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom glücklich sein

Vom glücklich sein

 

Das Glück mein ach geliebter Freund
liegt nicht in scheinbar fernen Sternen
wenn dem so wäre hätten wir es gerne

Die Sterne machen nur geneigt
doch zwingen nicht ich habe
denn erfahren alles Lieben

Ist reinstes Licht dem Monde
jedoch seinen fahlen Schein doch
Freundin darin ist er einsam und allein

Die Sonne das ist denn fürwahr
ist nicht weit weg auf hundert Jahr
sie ist dir nahe wie dein strahlend Herz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wundersames

Wundersames

 

Ein Zauber lichte mich ergriffen
ein sanftes Wunder mir geschehn
das ich was mir gegeben in Liebe

Denn verstehn mit meiner Hände
Arbeit tue ich was frei mich macht
zu ordnen schneiden jäten hegen

In aller Herzenspracht kein Mühen
Abenteuer ists Werkeln in Haus
und Garten das mir ganz unverwand

Die Königin der Herzen als Gast
auf Ihrer Reise an meiner Schwelle
steht als Ihr treuer Verwalter begrüße

Sie im Palast der Liebe hier im
Märchenwunderland des Lebens
auf einer Erde wild und schön