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Extase

Extase

 

Kontrollverlust verzückt entrückt
des Denkens frei bewußt rein Sein
mit allen Fasern Haut und Haar

Hier sei keinen Drogen das Wort
geredet doch dem Wissen um
die Zerbrechlichkeit Vergänglichkeit

Allen Lebens von einem auf den
anderen Augenblick kann es
entschwinden seelenlos die Hülle nur

Und neben jenem stirb und werde
dies Glück ein einzigartiger Mensch
zu sein alleine inmitten von Millionen

Bist staunend dankbar wundersam
verzückt dies Abendteuer Morgenreich
Nachtgelichter sonnenhell  erlebend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl

Obwohl

 

Lebenskunst obwohl Künstlichkeit
den Laminatholzimitatfußboden verlegt
Bläßt mir der scharfe Wind entgegen

Ich setzte mein Segel um stelle
Windmühlen auf und hier steht eben
nicht trotzdem obwohl mir das Wasser

Bis zum Halse reicht schwimme ich
wacker lege eine Zisterne an und
bade im See jeden Tag neugeboren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehen

Sehen

 

Ich habe den unendlichen Himmel
über mir geschaut und froh
den Stein zu meinen Füßen

Der mich trägt auch der Blumen
Anmut zart und schön wie auch
der Schwalben freudig luftig Jagen

Und wenn sie auch sagten
Gott sei unsichtbar so irren sie
denn in allem ist Göttliches Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stille

Stille

 

Sei still mag gefordert werden
doch still zu sein ist auf einem
Markt so in sich ruhen wie

Der Brunnen sprudelt gleich
ob menschenleer um Mitternacht
oder an Marktvormittages Fülle

Alte Menschen auf einer Bank
sind das ausgleichende Gewicht
der gehetzt getriebenen Weltenuhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zauberer

Der Zauberer

 

Die Welt ist voller Zauberer finstrer Art
ja zutiefst verzaubert bis verwünscht
durch dunkler Geister Wirken ach

Wie Märchen aller Völker künden
entzaubern ist die erste Kunst
die zweite ein Lächeln schenkt

Was dir gelingt wenn dich allein
dein Herze lenkt das Freude trinkt
in allem Wahren lichtes Lieben find

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Brünnlein

Am Brünnlein

 

Ich sitze am Brünnlein
auf hölzerner Bank
bin weder alt noch krank

Die Apotheke hinter mir
das Brünnlein plätschert neben mir
Vor mir der alten Kirchtum Uhr

Wie das die Kirche Zeit verwaltet
das Brünnlein gluckst als lache es
mit Gold die Zeiger weisen leisen Tod

Ich sitze auf der Bank zeitlos
und blicke auf den Tag zurück
der mir so dicht als je das Leben

Das Brünnlein tröpfelt Unendlichkeit
in einen Trog aus Felsenstein
die Kinder gaben Blätter Zweiglein drein

Mir ist der Sinn nach Sinnenhaftem
so bin ich Tropfen denn in einer
Sanduhr lähmender Unruhe Rast