Ich grüße Dich,

Ich grüße Dich,

Meine Wesensart ist eine lyrische und so antworte ich auf die Wunder und Fragwürdigkeiten des Lebens täglich mit einem Gedicht. Wenn Dich ein Thema bewegt, so freue ich mich es mir zu nennen und im beiderseitigen Wohlwollen kann sich dieses verdichten.
Poesie ist Alchemie. Sie ist ein schöpferischer Akt das Banale zu erhöhen, die Alltäglichkeit transzendierend und geheimes noch unbewußtes Erleben zu entdecken….Lachen

Rechtschreibfehler bitte Ich, Großschreibungen sind gewollt, mit Nachsicht zu bedecken, danke.
Auf ein fröhliches Schaffen,

Joaquim von Herzen

Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Texte von mir selber (Hans Joachim Antweiler) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Das Biest

Das Biest

 

In Märchen uns Sagen
Legenden und Geschichten
wer kann es wissen war dabei

Steht schwarz auf weiß
die Farben sprechen denn für sich
was unser aller Schicksal derzeit ist

Der Drache Riese Zwerg Zauberer
die böse Hexe Schlange auch
und mancherlei der Fantasie

Sind keine Grenzen gesetzt
Brechen aus der Unterwelt
der Anderswelt Ungeheuer hervor

Bedrohen vergiften verzaubern
verfluchen spalten verunsichern
ja morden gar was lauter rein und wahr

Wer will die Zeitlosigkeit abstreiten
Jenes Ringen des Dunkel gegen Licht
Des Hasses wider die Liebenden

Und so wird unser Handel und Wandel
seit alters her und heute ganz modern
in dir und mir den Alltagshelden küren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der philosophische Abendspaziergang

Der philosophische Abendspaziergang

 

Im Bächlein das in den See
sich freudig ergießt lag ein
angewelkter pinkfarbener Luftballon

Alles was entsteht ist wert
das es vergeht so erkennend
unser Philosophendichter Goethe

Denn die im Ballon eingeblasene
dienende Luft hat denn das Bedürfnis
sich nach getaner Arbeit von dort

Entspannt befreit im Himmelsraum
beheimatet entstammend wieder
vereint dankbar aufzulösen

Ein einsamer Haubentaucher
flink hinabgetaucht eine Zeit
verschwunden weiter weg empor

Ans Licht die Luft des Luftballones
atmend wieder sind wir die Erdenkinder
denn derzeit alle abgetaucht gestaucht

Und der Himmel ruft flüstert ja schreit
das wir allesamt wieder hellwach frei
aufgetaucht aus Schicksalstiefen sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Elemente

Die Elemente

 

Ach seufzt eine Mutter seelig
hier im Sandkasten ist mein Kind
so richtig in seinem Element

Der Gleitschirm oder Drachenflieger
segelt in schwindelerregender Höhe
luftig beseelt entspannt dahin

Der feurige Geist ringt mit dem Irrtum
um die Wahrheit des Lebens sinnierend
mit dicken Wälzern philosophierend

Ich ein kleiner Wassertropfen Meereskind
feuchte die Erde tränke das Getier netzte
eines Menschen Auge Freudentränen Glanz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Taubstummenredner

Der Taubstummenredner

 

Sicher ungewöhnlich doch
wer will schon immer Gewohntes
allemal ohne Gebärdensprachenübersetzung

Nun so sitzen wir und schauen staunend
was der Mensch dort oben stumm vermittelt
liegt unser Unverständnis an ihm

An uns denn wer will hier den Stab brechen
das letzte Wort ja Urteil verkünden
du siehst seine Mimik Gesten Körpersprache

Das jener eine starke Ausstrahlung habe
ist gewiss und das klassische Wort
sehend blind und hörend taub

Trifft wenn je hier vollens zu wie auch
wer nicht hören will muß fühlen
Kindern denn gar angemahnt

So wirkt was jener zu uns sprach
wie der Sonne Botschaft insgeheim
mondenfahl offenherzig sonnenklar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Antrittsrede

Die Antrittsrede

 

Die Antrittsrede des Professors
In der namhaften Universität
des Staates ohne Land

Vernehmen wir denn solcherart
bezeugt und stadtbekannt willkommen
meine lieben Geschwisterwesen

In Vorlesungen denn bewandert
habe also Juristerei und Ökonomie
Medizin Politologie und ach Theologie

Darselbst denn Soziologie und
Anthropologie nebst Historie und
Kunstgeschichte denn studiert gelehrt

Doch heute meine liebenden Geschwister
ist dieses alles nur noch Makulatur
Schnee von gestern Kompost der Geschichte

Allemal die Stufen einer Treppe
die in die Unendlichkeit führt
nennen wir es Methaphysik

Zauberei Scharlatanerie Esoterik
Geisteswissenschaft die den Geist
aus intelektuellem Hochmut nicht leugnet

Und einer Seele die biochemische
elektromagnetische Etikette Psyche gibt
seis drum wir die hier Versammelten

Wissen wenn auch noch unbewusst
das jetzt und hier der Tor ein Weiser
der Narr ein Gelehrter das Kind der Lehrer ist

Ich danke euch für das herzliche Gehör
und bin gewiß das goldne Zeiten
Nun das Leben neu gebären

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rede

Die Rede

 

Eine Rede haltend
ist denn so bloßstellend
wie sich als Aktmodell entkleidet

Nackt in einem Zeichenkurs
jeglicher Umhüllung entblößt offen
darzubieten Eva und Adam gleich

Denn worüber auch immer die Rede
gehalten so sagt sie doch mehr
ja alles über das Wesen

Des Sprechenden aus
ja im tiefsten Grunde
spricht und zeugt der Mensch

Vor aller Welt als Zuhörerschaft
nur von sich selbst und dies
ist allemal das Spannenste

So möge diese kurze Ansprache
tonlos da nur geschrieben dennoch
einen Nachgeschmack des Wohlklanges

Dir mit nach Hause geben
so anmutig wie der Strauß Blumen
der vor dem Pulte denn prangend steht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wetter

Wetter

 

Heute Winter inniglich
alles Leben weiß wie der Engel
Fittiche hüllt ein das Erdengrau

Der Schnee die Seele mir verinnerllcht
bald drängt der Frühling Auferstehn
feiert zartes Hoffnungsgrün

Knospender Gewissheit ach
Sommer hitzig üppig prall wie
der Liebe Same Hoffnung Frucht

Nun die Geistessonne strahlt
und kündet Reichtum schenkend
Mensch und Tier Angenommenheit

Herbstesabschied Neubeginn
ernten wir froh gesäeten Dank
voll die Speicher freudenschwer