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In hohen Hallen

In hohen Hallen

 

Die Hallen der Höhen sind
geblendeten Augen unsichtbar
nur reine Seelen besuchen Sie

Des nachts wenn still der Körper
wie tot im Bette schläft und der Seele
Flügel sich entfalten auf in geistge Höhn

Dort stehen keine Büsten blutger Schlachten
Führer noch sonst irden sich hervorgetaner
Dort halten Rat der Engel Scharen und

Manches Kind und mancher Greis auch
reiner Tor ist Zeuge Sprecher gern gehört
wie denn das Licht auf Erden sei zu mehren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wohin

Wohin

 

Wohin mit all dem Entzücken
all der Lebenskraft welch Feuer
so zu fühlen was Leben uns erbracht

Frei als wär ich ein Vogel luftig leicht
stark einer Eiche Stamm die Äste Arme
ausgestreckt dankbar himmelan gereckt

Vor Glück will still ich jauchzen umarmen
Stein und Fels  Ach Mutter Erde Vater Himmel
Eurer innig Liebe irden Götterkind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere kleinen Geschwister

Unsere kleinen Geschwister

 

 

Hast Du die Amsel gesehen anstellig
in der Vogeltränke ein Bad zu nehmen
doch durch Dein Erscheinen ängstigend

Fluchtbereit und Du ein zwei drei Schritte
zurückgehst mit Ihr sprichst Sie beruhigst
einlädst denn Du weist wie erfrischend solch

Ein Bad ist dann die Amsel sich beruhigt
und  plusternd flatternd frischend ganz
im Vertrauen hingegeben freudig badet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Äuglein

Äuglein

 

Äuglein ist ein Augenpaar aus Licht erschaffen
denn wie Goethe erkannte  Wär nicht das Auge
sonnenhaft die Sonne könnt Es nicht erblicken

Äuglein sah alles im Lichte selbst Steine für die
Blinden tot leuchteten schwach von innen her fein
und das Farbenspiel um eine Blume einen Baum

Sah es mit stillem Entzücken  Nur des Menschen
ätherische Hülle Sein Seelengewand das ist nicht
immer von lichtem Glanz doch der Liebenden Gold

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stille

Stille

 

Die Stille ist keine Abwesenheit von Lärm
Stille ist doch vernehme selbst  Die Stille
also setzte sich auf eine Bank und alsbald trat

Der Friede herbei und fragte ob Er sich setzen
dürfe  Ach willkommen herzlich gern bist Du
doch der so lang ersehnte und beide eins

Beschauten was da um Sie her geschieht
allerlei getriebenes Hasten Mißmut und
doch das Paar lächelte Buddha gleich erhoben

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bücherwurm

Der Bücherwurm

 

 

Es war einmal ein alter Bücherwurm
ja keiner in der naßen dunklen Erde
in Schwarten Folianten dicken Bänden

Vor Bibeln Dichtung und der Weisheit
ausgeschwitzter Gedankenakrobatik
Satt wurde er immer denn kaum einer

Der Lesekundigen las dererlei noch alle
guckten in flimmernd leuchtende Scheiben
So reifte der Wurm zu einem Schmetterling

Staunte denn alle Theorie ward dahin nun nur noch
offenbartes Tun Sein ja lichtvolles himmelwärts
Schweben Gaukeln Gleiten engellgleich Göttlich