Category Archives: Lyrik

Vergewisserung

Vergewisserung

 

Sie Liebst Du mich
Er Ja ich liebe Dich Er Wieso fragst Du
Sie Ich will Es hören Er Ja ich liebe Dich

Glaubst Du mir jetzt Sie sag Es nochmals
Er Ja ich hatte Dich geliebt doch Du zweifeltest
An Dir Sie An mir Siehst Du Du liebst mich nicht

Ich kann Dich noch und nöcher lieben
Wenn Du Dich nicht selbst liebst
Wie kannst Du fühlen spüren sehen

Erkennen wahrnehmen was Liebe ist
Schweigen betroffenes Dann Sie
Wie kann ich mich lieben Pause

Wie einen Stein der Dich trägt
Auf Deinem Lebensweg liegt
Wie eine Blume ein Gras die Dich

Erfreut das Dich atmen Läßt
Wie ein Tier das all Deine verdrängten
Leidenschaften für Dich auslebt

Wie jedes Menschengeschwister das mit Dir
Hier auf Erden lebt und bebt wie auch
Deinen Engel der so unsichtbar wie

Die geatmete Luft Dich schützt umhüllt
Und das Göttliche das dies alles verbindend
Erlebt Sie andächtig Ich liebe uns

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freiheit

Freiheit

 

Wird die Freiheit in einen Käfig gesperrt
Stirbt Sie verstummt vor Traurigkeit

Sperre Wasser nur lang genug in einen Krug
Frisch wie es war fault es stinkend vor sich hin

Zwinge Luft in einen verschlossenen Kasten
Stickig und modrig wird Sie darin

Gib Dein Feuer in einen Kessel
So verwandelt es alchymisch Blei in Gold

Der Vogel im Käfig darin ungebrochen
Singt sehnsuchtstrunken sein Lied der Freiheit Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Des Dichters Abc

Des Dichters Abc

 

 

Lyrisch ist es rosenblätterduftend
Atmen wo Andere nur Stacheln Blattläuse
Und welkende Vergänglichkeit wähnen

Poesie ist das Erwählen unendlicher vielfältiger
Möglichkeitet als Kohlenstoff der sich dann
Unter unsäglichem Druck in einen Diamant verwandelt

Dichten ist eine nackte Wahrheit so verkleiden
Die Sie dann hinter dem Schleier verborgen
Sehnsüchtig erschaut werden will

Imaginieren wie die Kinder noch
Vorgeburtlich nachtodlich wissend
Um das Herzensparadies hier und jetzt

Inspiriert empfindet die Seele alles als beseelt
Todes ist nur im Wandel begriffen und Leben
Eine kurze Spanne Schlafes trümender Unendlichkeit

Intuitiv erschaut der Geist Göttliches selbst
Noch im Stein schläft der Gott träumt in der Pflanze
Erwacht im Tier und wird sich im Menschen Seiner selbst gewahr

 

 

 

 

 

 

Auferstehung

Auferstehung

 

Von Brüderchen Lew Nikolajewitsch Tolstoi
Ist geschrieben der Roman Titel Auferstehung
Silberjunge Lieber im Stehen sterben als kniend leben

Nächtens ist Ostern zumindest kalendarisch
Das Fest der Auferstehung wir dienen in die Knie
Gezwungene uns demütigend lassende als Opferlämmer

Sind fremdbestimmt verantwortungslos oder
Selbstbestimmt bewusst nicht handelnd
Oder eben gerade aufrichtig Handelnde

Ich bin ein Teil von jener Kraft
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft
Goethes Faust Teil eins Mephistos Selbstbestimmung

Das Gute ist der geringste Teil des Bösen
Und Yin & Yang rennen im Hamsterrad Karma Dharmas
Unendlicher Wiedergeburten von gut & böse & böse & gut

Dafür oder dagegen die Mausefalle schnappt zu
Das gute Messer zum Brotschneiden oder das böse für einen Mord
Jenseits jeglicher  Gegensätzlichkeit erstrahlt Auferstehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Kaffeehaus

Im Kaffeehaus

 

 

 

Im Teehaus sagen die Einen
Im Kaffeehaus die Anderen
Saßen den Frühling erwartend

Zwei alte Männer der eine rauchte
Der Andere eine Shischa sie sannen nach
Ja das Leben das war eines

So schnell ists vorüber und
Ja die Zeit vergeht was ist
Nein wir werden nur älter weiser

Schau in die Welt nebenbei lief
Der Fernseher die Glotze für Andere
Ja viel haben wir erlitten einander angetan

Ja der Himmel sei uns gnädig wir wussten
Es nicht besser damals ja das Blut kochte
Oder war zu träge paffte die Wasserpfeife

Und jetzt Jetzt gehts ans Sterben
Was Du willst schon gehen
Nein ich bin schon da plötzlich kommt

Ein junger Mann mit Sonnenbrille
Spinner Künstler mit verrückten Haaren
Und alles fällt in sich zurück beglückt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schmachten

Schmachten

 

 

O Du verlorenes Juwel
Glücklicher gefundener Diamat
Lichtfunkelnd viel tausendmal

Höre Du ich schenke Dir ein Lied

Keines für Deine großen Angsthasenohren

Eines das der Durstige am Brunnen
Der Trunkene in der Derga schmachtend
Vom Wein der Liebe singt

Unter dessen tanzenden Füßen
Der Staub wirbelt und der Boden
Zur heiligen Moschee Synagoge

Tempel Kirche wird selbst der alte
Geschichtenerzähler im Basar
Beginnt zu tanzen vogelleicht
Das die staunenden Kinder lachen

 

 

 

 

 

 

 

 

Das aktuelle Tagesthema

Das aktuelle Tagesthema

 

 

Toternste Kinderspiele
Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann
Und wenn er aber kommt
Dann rennen wir davon

Wollen wir Räuber und Gandarm spielen
Nein lieber wer freut sich auf die weiße Frau
Und wenn Sie wirklich kommt
Dann umarmen wir Sie herzlich