Wie fühlt Es sich an ein Stein zu sein
Tragend fest gründend ruhig und schlafestrunken schwer
Allem Grund Struktur und Boden schenkend
Wie ist eines Baumes Pflanze Blume Fühlen
Strebend dehnend himmelwärts sich sehnend
Träumend bald ein Tier zu sein
Wie fühlt ein Tier seis Katze Hund und Pferd
Freudig bewegt ängstlich erwachend bestrebt der Menschenwelt
Schutz Suchend in Höhle Nest und Schneckenhaus
Wie erlebt der Mensch Sein Fühlen
Träge wie ein Stein sehnsuchtsvoll der Pflanze Ranken
Wild gezähmt und trauerschwer gleich dem ernsten Tier
Himmelhochjauchzend verliebt den Göttern gleich
Es ist erstaunlich in der Abfolge
Von Lyrik Lesen Hören Sprechen Denken
Und der Tat das allererste Fühlen
Bisher vergessen zu haben
Sind es doch die ursprünglichen Kinder
So ganz der Welt als Fühlsamens
Noch verbunden zu sein
Emotionen sind hier kein Fremdwort
Für das Fühlen denn emotionalisiert
Habe ich Gefühle vermischt
Haß ist Angst an Wut geklebt
Depression Angst und Trauer verquickt
Jede in Gewalt auch sprachlicher ausartende
Situation wurde zuerst emotionalisiert
Aufgeheizt eskaliert verwirrt
Reine Grundgefühle sind bitte
Augen zu und suche sie in Dir
Zähle sie auf die Dir einfallen
Nun was kam dabei hoch zum Vorschein
In der Natürlichkeit gleich den Jahreszeiten
Und Elementen sind es vier an der Zahl
Wut Angst Trauer und Freude
Derzeit statistisch überwiegt die Angst
Und dies ist die rote Ampel
Die laut klingende Kathastrophenglocke
Denn was für eine Existens erleiden wir
Wenn das Ergebnis überversicherter
Wohlstands und Bildungsbürger Angst ist
Deine meine Freiheit besteht allzeit
Alleinig darin in jedem Augenblick
Jedem Gespräch Treffen Entscheid
Zwischen Angst und Lieben zu wählen
Hindernisse Blokaden können in der
Kraft klarer Wut beendet oder neu gestaltet werden
Verluste Entäuschungen in bewusster Trauer
Verabschiedet und der heilge Augenblick
In leuchtend brennender Freude gefeiert sein