Category Archives: Poesie

Anarchisch

Anarchisch

 

Heute um 22 Uhr 45
Begab sich der unverhüllte Täter
Obwohl die Fenster der umliegenden

Anwesen noch erleuchtet waren
Zu dem örtlichen Kriegerdenkmal
Und malte rückseitig ein goldenes Herz

 

 

 

 

 

 

 

 

Schenken

Schenken

 

Die samten bunte Negerpuppe
Die kleine Modelleisenbahn
Fuhr immer immer nur  Kreise

Die Indianerausrüstung zu Fasching
Schultüte Ranzen Kinderrad
Ein Lächeln Aufmerksamkeit

Geschenke zu Festen Geburtstagen
Ach wie süß ist der goldig
So ein Netter zum liebhaben

Wenn ich alles geschenkt bekäme
Was ich mir einbildete zu meinem Glück
Bliebe ich arm überdrüssig und leer

Denn solange wir uns nicht selber schenken
Geben wir wenig kaufen uns bestechend frei
Lieben ist ganz und gar mit Haut und Haar

 

 

 

 

 

 

 

 

Klarheit

Klarheit

 

Klarheit und Wahrheit
Sind untrennbare Geschwister
Lügen und Betrug Komplizen der Angst

Immer dann so Unbehagen verwirrt
Jenes mulmige Empfinden in Dir entsteht
Der sichere Weg verfehlt in die Irre geht

Selbst eine erschreckende Wahrheit
Entspannt Dich noch denn ahnend
Bestätigt sie Deine Vorempfindung

Es gibt nur einen sicheren Ort überall
Unverletzlich vertrauend geborgen
Dein Paradies des Herzens in Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandel

Wandel

 

Wandel ist des Lebens pulsender Quell
Allen Völkern weltenweit ist gemein
Die Geschichte berichtet von der großen Flut

Uns Heutige wandelt das Klima
Wie rythmisch Pol und Sonnenstand
Wer nicht liebt ist angsterfroren

Lieben verbrennt alles
Das nicht Liebe ist und
Wer liebt brennt lichterloh

 

 

 

 

 

 

 

Über die Liebe

Über die Liebe

 

Sie kreist immer um sich selbst
Denn dies ist Ihres Wesens Kern und Art
Der erste Kreis des Menschenkindes

Klein und Säugling noch ist Seines
Körpers nährende Bedürftigkeit
Bald kommt Mutters Busen rundend hinzu

Wie sich der erste große Kreis
Ganz denn in Mutter Erde selbst erfüllt
Und Vater Geschwister das häusliche Feld

Spielwerk Freunde all dies was so gefällt
Dann des Lebens reicher Schöpfung Stein
Pflanze Blume und Getier das Sternenall

Und Gott wo die Idee des Seins vermittelt wird
Und Jugend selber Lebenszeugungsdrang
Verzehrend heiß verspürt wie Wissen

Zwang und Schulung Bildung auferlegt
Begierde höher besser denn zu sein
Der Kreise viele sinds die sich verbinden

Und ineinander suchen und bedingen
Bis denn zuletzt Die Blume des Lebens
Auch noch das Sterben lachend schmückt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heilen

Heilen

 

 

Nachdem der schwere gestrige Tag
Einer Zeitrafferquarantäne diente
Und ich als geheilt wieder leben kann

Ist dies hier denn auch kein
Maskiertes Trojanisches Pferd
Im Sinne eines Computervirus

Dafür umsomehr ein alle Angst
Wirrnis Besorgnis und Ungemach
Heilender ansteckender Liebesvirus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Xenie

Xenie

 

Ich schicke Dich in den Tod
Sprach Morpheus und ich viel
In tiefen traumreichen Schlaf

Ich sende Dich in das Leben
Sprach das Schicksal mir und
Ich gebar mich hier auf Erden

Dann erschien ein mächtiger Engel
Feurig lichtschön und verkündetete
Das Hier und Jetzt auf immerda