Category Archives: Poesie

Schrift

Schrift

 

Das die Hand nicht zittert
Nimmt Wunder den magisch heilig
Ist des Schreibens Kunst uns geschenkt

Wort für Wort gesetzt
Entsetzt aus Dir heraus
Zuinnerst ein entäußertes

Erschaffenes Wesenskind
Buchstabe für Buchstabe ist Klang
Wenn auch gelesen lautmalend still

Schwingt ein Ton eine Melodie
Kompositorischer Etüde Symphonie
Weg Steg Brücke und Straße

Folgt der Lesende Buchstabentreppen
Wortpflastersteinen oder geteerter Sachlichkeit
Immer jedoch ist der Reise Ziel Heimat
Und die Wegzehrung liebende Herzenskraft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Xenie

Xenie

 

Wir die apokalyptischen Reiter
Moderner Drohnen Panzer und Raketen
Gesteigert Virenprogramme der Angst

Lügend Verwirrung und Willenslähmung
Säend sind in die Zeit eingebrochen
Doch nur weil Ihr die Tore geöffnet

Durch eben Lug und Trug Beute
Aus des Anderen Bedürftigkeit nach Brot
Euch sind maßlose Gewinne aus Blut und Not

Wir werden aufräumen aufrütteln
Aus Opiumträumen des endlosen Gewinns
Der Perfektion jeglicher Maschinenmacht

Ein Alptraum des Erwachens
Nicht weil wir abgrundtief böse sind
Und Ihr nur einfach menschlich gut

Blut ist Eure Wut wie weltenweit
Gerüstet waffenstarr Euer Gewinn
Lebende Mitmenschlichkeit nur

Phrasenhafter Politiker Pastorensinn
Bald ist der Sturm gestillt vorbei
Und Frühling rosenprangend Euch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr Körner

Herr Körner

 

Herr Körner ist ein kerniger Mensch
Er sagt was Er denkt
Er handelt wie Er fühlt

Und will was Er liebt
Und da Er wohlwollend gesonnen ist
Liebt Er auch die Widerwilligen

Die untätig bleiben wo Handeln geboten wäre
Die Mißempfindenden aus Ihrer Gefühlsbenommenheit
Heraus und die Gedankenverbrecher

Welche wähnen keiner merke was Sie heimlich
In nichtendende Gedankenformen kleiden
Herr Körner ist wie die Bayern sagen

Ein gemütliches Urgestein und im Sinne
Des Deutschen Michl Heiligen Michaels
Ein wahrhafter Gemütsmensch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Körnerfresser

Körnerfresser

 

Jedes Menschenwesen wandelt
Auf Seinem Lebensweg einer leuchtenden
Lichtspur aus Silberkörnern folgend

Wo nicht so umfängt Ihn
Düsternis umhüllt Ihn Dunkelheit
Verzagend gebrochenen Muts

Die Wegzehrung mag unterschiedlich sein
Wie Reh Vogel und Fuchs verschiedenes
Sich zur Nahrung nehmen Ihrer Art gemäß

Wenn dann der Eine den Anderen
Körnerfresser schilt ists nur das Er
Seiner Lichtnahrung hungernd entbehrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saatkörner

Saatkörner

 

Überall dort wo Du stehst und gehst
Gleich ob Du sinnend liegst oder wachst
Denkst fühlst oder schlafend träumst

Hinterläßt Du eine Wachstumsspur
Gesät in den Acker der Gegenwärtigkeit
Die zukünftig sproßt blüht und fruchtet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sand

Sand

 

Als ich am Meeresstrand wandelnd all
All den feinen Sand sah ward ich gerührt
Kniete mich hin um eine Handvoll davon

Würdigend zu nehmen aus der Vielheit
Der Unendlichkeit ein Weniges ewiges
Wie ich selbst auch Dir ein Sandkorn bin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielen

Spielen

 

Ein Kind sitzt irgendwo und spielt
Versunken in Seine Welt vertieft
Die Es erschafft erdacht gefühlt

Ein Mensch steht in der Wirklichkeit
Heiliger Ernst und entzückende Freude
Lassen Ihn spielen mit allem was hier ist