Category Archives: Poesie

Zweimalgeboren

Zweimalgeboren

 

 

Der Mann läuft in den Straßen der Großstadt umher
Welches Sein Name Geburtsjahr Berufung und Stand weiß Er nicht
Wo Er sich befindet ist Ihm vorenthalten rätselhaft

Wie hierhergekommen schleierhaft
Was der Sinn des Ganzen ist Ihm verborgen
Nur das Er hier und jetzt ganz und gar wahrnimmt

All die Menschenwesen deren Gesichter Augenpaare
Die Ihn offen wie ein Buch lesen lassen
Wie Sie sich fühlen oder abgestumpft fühllos sind

Was Sie gedanklich bewegen oder sich unbeweglich
Von Fremddenken bedrückt leidvoll erleben
Ihre Mimik Ihr Gang Schreiten Schlurfen Hasten

Oft Stolpernd eher wie auf der Flucht
Wovor vor wem wohin auch Hunde nimmt Er wahr
Die oft stellvertretend leben was Ihrerseits

Abgestorben unterdrückt als unschicklich gilt
Auch die Behausungen Gebäude berühren Ihn zutiefst
Sicherungsverwahrungen mit Schloß und Riegel

Sprechanlagen Überwachungskameras Gittern
Eckig Glas Stahl Beton farblos gedeckt grau weißlich
Funktional unorganisch naturwidrig körperfremd

Es ist eine Ihm fremde befremdende Welt
Doch obwohl nichts wissend fühlt Er alles
In der Seinen wohl behütet und beheimatet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe

Liebe

 

Ein weiblicher Wesensbegriff
Die Liebe als Sex kann Es
Denn nicht nur sein

Dann dürfte ich zwar das Weibliche
Lieben doch Männliches bliebe außen vor
Eros o ja der ist überall in der Freizeit

Dem musischen einer Sammelleidenschaft
Schöngeistiger Literatur den Künsten hin
Einem Französischem Oldtimer der DS…

Denn die Freundschaft ja ein hehres Ideal
Mein Freund hast Du jene echten Freunde
Je einen wenigstens Dich selbst

Jetzt wirds steil das Göttliche zuletzt
Ach wer hat keine Angst vor Gott dem alten Mann
Nein den mein ich nicht das VaterMutterKind wiewohl

Du betrittst eine Deine Wohnung
Und empfindest ob und inwieweit
Sein Bewohner Du alltäglich liebt
Sich selbst Dich mich alles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immerda

Immerda

 

Auch wenn ich nicht körperlich
Da sichtbar für Dich bei Dir bin
Bin ich schon immer für Dich da

Zeit und Raum den Träumenden
Sind nur den Zeitweiligen Grenzen
Wir die Liebenden sind grenzenlos

Bald ist das Mosaik vollständig
Nur einige wenige fehlen noch
Sie sind schon unterwegs zu Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterwegs

Unterwegs

 

Sprache Schrift kündet schon
Eine seltsame Bedeutsamkeit
Ich will nicht unter des Wegs

Ich möchte oberwegs sein
Dabei wähnst Du Dich alleine
Wiewohl war da nicht etwas

Ein Empfinden von Wesenhaftem
Ein unsichtbarer Schatten Schemen
Das Gefühl einer nur gespürten Nähe

Auch Gedanken nicht die Deinen
Stimmungen eher fremd denn von Dir
Beobachtet zu werden auch

Du hast immer Reisebegleiter
Ganz nach Deiner Wesensart
Ist Liebe Dir der Reiseleiter

 

 

 

 

 

Zauber

Zauber

 

Es liegt ein Zauber
Auf dieser unsrer Welt
Gleichwohl bezaubernd schön

Und magisch verwunschen
Ob Dir dies gefällt frag ich Dich
Wandeln die Menschen trunken

Wie im Schlaf umher schwer
Gebeugt von fremder Last
Nimm diesen Zauber hinweg

Schüttle den Bann ab von Dir
Du bist königlicher Erbe nunmehr
Himmelsprinzessin verzaubert nur hier

 

 

 

 

 

 

Stupsen

Stupsen

 

Sicher ist jedes Wesen umhergeschubst worden
Es sei denn behütet beschützt herangewachsen
Ich bin ausgeschubst darin erfahren

Schubse nicht und wills auch nicht
Doch ab und an angestupst werden
Und wieder dankbar anstupsen dies wohl

 

 

 

 

 

 

Dankbarkeit

Dankbarkeit

 

Als der letzte Ton im Äther verhallte
Der letzte Klang sich in Stille hüllte
Und der letzte Rythmus der Trommel erstarb

Die Menschen sich wieder
In Ihren eigenen Welten ergingen
Suchte der Tänzer den Friedhof auf

Sich dort bei den Ahnen
Mit Tränen und einem Lächeln bedankend
Denn Blumen gab Es im Winter noch nicht