Category Archives: Poesie

Der Handwerker

Der Handwerker

 

Ich habe Wild als Jäger erlegt
Und ausgweidet reiche Beute heimgebracht
Ja selbst das Kriegshandwerk erlernt

Im Bergbau unter Tage Erze
Kohle Gold und Diamanten gehauen
Steinbrüche waren mein Leben

Das Mauern von Gebäuden
Verlegen von Platten
Und Roden von Wäldern

All dies und Wiegen gezimmert
Särge geschreinert
Und ja ich gestehe Galgen errichtet

Schmiedend Pferdehufe beschlagen
Schmuck gefertigt
Für der Schönen Freude gewirkt

Gärten gestaltet und Bilder gemalt
Figuren gemeiselt
Und Instrumente verfertigt

Heute da dies alles getan
Schaue ich staunend zurück
Und vergolde Dir Liebender mein Herz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo warst Du

Wo warst Du

 

 

Diese Frage kann in Frage stellen
Und anteilnehmend öffnend sein
Ich war während Du mich vermisstest

In der Höhle des Löwen als Lamm
In den Landen des Ungeheuers dessen Bauten
Funktionale Machtdemonstrationen sind Reisender

Ich habe den Drachen erfahren
Doch weder getötet noch bekämpft
Denn Er nährt sich nur von unserer Angst

Und selbst den Riesen angetroffen
Der mich Zwerg von oben herab vergebens reizte
Um im Streite mein Blut für ihn zu vergießen

Ich war überall und bin immer hier
Nur Du hattest Deine Mitte in Dir verlassen
In der wir untrennbar auf immer vereinigt sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gerichtsvollzieher

Der Gerichtsvollzieher

 

 

Es klingelt die Frau öffnet
Grüß Gott ich bin der Gerichtsvollzieher
Sie haben gelogen und wir

Fordern Sie auf die Wahrheit
Lückenlos wieder zu erschaffen
Danke und einen frohen Tag

Es läutet und der Mann öffnet
Grüß Gott ich bin der Gerichtsvollzieher
Sie haben betrogen

Und wir fordern Sie auf
Das Unterschlagene unrechtmäßig
Erlangte materielle und geistige Gut

Vollständig zurückzuerstatten
Danke und auf Wiedersehen
Der Mann bebt tief aufgewühlt

Die Viedeostimme aus dem Lautsprecher
Nachdem die unhörbare Glocke erklang
Wer sind Sie was wollen Sie

Ich bin der Gerichtsvollzieher
Sie haben in Ihrer Machtposition Angst verbreitet
Wir fordern Sie auf die Betroffenen zu heilen

Indem Sie alle darüber aufklären und Vertrauen verschenken
Die letzten der Tage die Apokalypse
Das Jüngste Gericht

 

 

 

 

Das Märchen

Das Märchen

 

 

Es war einmal
Ja ist immer noch
Und währt wohl lange Zeit

Das ein Kind sich wiederfand
Geboren von höchstem Adel
Ja wir sagen Es ganz offen

Himmlischer Abkunft der Seele nach
Hoher geistiger Vorfahren Erbe
In einer Wiege die in einer Hütte stand

Schicksal ist ein vieldeutsames Wort
Und so war Ihm beschieden
Einfacher Eltern untergeschoben Findel

Wie ehedem und heute noch der Brauch
Und verzaubert ward das Kind
Von Magiern der tiefsten Finsternis

Das Es der Welt verloren
Nur glaube was Es sehe fasse
Nur wähne das Es klein einfältig sei

Dies Kind bist Du
Dies Kind bin ich
Sind wir bezaubernd schön

Mit einem Erbe wohl noch unsichtbar
Doch Gold Silber und Edelgestein
Sind uns anheimgegeben

Den Schatz zu Seiner Zeit
Von Abenteuer Lust getrieben
Und Sehnsucht brennend wohl zu heben

Und wenn wir nicht gestorben sind
Erleben wir dies heute
Und morgen feiern wir ein Fest

 

 

 

 

 

Der Harmonist

Der Harmonist

 

 

Ein Harmonist ist jetzt hier
Kein nur der gleichnamigen
Gesangsgruppe Angehöriger

Vielmehr Du darin
Schwarzweißdenken in Buntsein
Angeblich schlechtes Regenwetter

In Durstlöschung der Natur
Und Angst durch Lieben augenblicklich
In Vertrauen umverwandelnd

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Anarchist

Der Anarchist

 

 

Menschen die Attentate begehen
Systeme zerstören wollen
Und dabei Menschen töten

Sind Terroristen und keine Anarchisten
Der Anarchist verbreitet weder Chaos
Noch Selbstjustiz oder Faustrecht

Er weis was Er zu tun
Und Sie spürt was Sie
Zu lassen hat

Anarachistische Menschenwesen
Bedürfen keiner Außenautorität
Denn Ihr Herz ist allzeit bestimmend

Gehört Ihrer Seele Königin
Ihres Geistes Majestät
Sind Sie selbsbewusst und dienend zugleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreiben

Schreiben

 

 

Ein Schriftsteller ist jede Seele
Die des Schreibens kundig schreibt
Und die Schrift wird nicht neu erstellt

Denn nur angewendet was uns einstens
Die Götter vermittelnd schenkten
Wie in den Mythen mancher Völker noch gewusst

Wenn ich in einer Mitteilung
Der elektronischen Welt lese
Lg sowieso dann ist dies

Die Verstümmelung jedweder Sprache
Denn wir sind allemal Magier
Indem die Schrift uns verändert

Dem Denken Wollen Fühlen und
Handeln nach hatten die Alten
Märchen und Mythen alle im Gedächtnis noch

So schwand mit der Schrift die Erinnerungskraft
Denn dies ist der Preis für das ICH
Das mitfühlend erkennt Du

Dem ich diese Zeilen widtme
Bist mir so lieb wie ich Es mir bin
Unterschrieben Hans Joachim Antweiler
Von Herzen