Category Archives: Poesie

Die Straße

Die Straße

 

 

Sicher hat Sie auch einen Namen
In der Milchstraße da leben wir allesamt
Säuglinge trinken Muttermilch

Es gibt dann noch eine Straße
Deren Name ist Brotstraße
Für entwöhnte Erwachsenwerdende

Als Jugendlicher hatte ich einen
Visionären Klartraum einer grasbewachsenen
Ruinenflankierten Straße durch die ein Reh lief

Eine typische Großstadtstraße heute
Heftiger Geschäftsverkehr Feuerwehr
Polizei Busse Motorräder Lastkraftwagen

Nachts wie auf einem Friedhof leer und totenstill
Wandeln die Sterne sich in den Pfützen
Spiegelnd auf ihr umher

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen

Zwischen

 

 

Zwischen Krieg und Frieden
Lieben

Zwischen allen Stühlen
Dein Standpunkt der Standhaftigkeit

Zwischen Tag und Nacht
Abendlicher Morgenröte Dämmerung

Zwischen Schwarz Weiß
Vielfältige bunte Farbenpracht

Zwischen Lügen und Verwirrung
Weisheit

Zwischen zwei Augenpaaren
Licht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Narr

Der Narr

 

 

Heute jetzt Faschingdienstag da Sie Karneval feiern
Ihre leidvolle selbstgeschaffene Realität verspottend
Um am Aschermittwoch den Spuk des Erwachens

Mit Sack und Asche als kirchliche Fastenzeit
In gewinnbringender Nützlichkeit ertrinken zu lassen
Setze ich mir eine rote Clownnase auf

Um in den Dorfladen zum Einkaufen zu gehen
Der vormals eine Stadtsparkasse war
Die meinen Dispokredit auf 3000 Euro erhöhte

Um mir dann in Nöten dafür 13 Prozent
Überziehungzinsen abzupressen ich habe
Ihr gekündigt und zur GLS Bank gewechselt

Zum Ende dieses Monats den Strom gekündigt
Und das Internet nebst Telefonie dazu
Wer das tut ist ein Narr und verrückter Clown

 

 

 

 

 

 

 

 

Entscheidung

Entscheidung

 

 

Der edle Ritter Beschützer
Der Frauen Schwachen und Armen
Läßt Sein Schwert in der Scheide

Oder zückt Es entscheidungsbereit
Du wirst Dich immer zu entscheiden haben
Wozu sonst all das Gerede über Freiheit

Wo nicht wird über Dich entschieden
So steht heute eine Scheidung an
Oder eine Liebeserklärung

Eine Kündigigung oder Verpflichtung
Dir Deiner Seele Deinem Geist
Und somit Deinem Herzen  hin

 

 

 

 

 

 

 

 

Tragen

Tragen

 

Wenn mir unerträglich die Decke auf den Kopf fällt
Erinnert mich die Welt das der Himmel uns trägt
Wenn ich weder ein noch aus weis daseinsvergällt

Gemahnt mich die Sehnsucht der Freiheit
Das Käfige Unorte der Gefangenschaft sind
Und wenn Angst mir die Kehle zuschnürt

Verspricht mir Vertrauen ein Lied zu singen
Ein Gedicht zu schreiben hingebend zu Tanzen
Rein aus der Fülle des Glücks ein Liebender zu sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schwelle

Die Schwelle

 

 

Wir stehen an der Schwelle
Zuende gehender erneuernder Zeit
Wie lange schon zögernd

Schwellenängste bilden die Schwelle
Und nur ein Entschluß freiend
Ein Willensakt einwilligend

Hebt den erstarrten Fuß darüber hinweg
Hindurchschreitend löst sich das Tor
Vertrauender Freude im Nebel lichtvoll auf

 

 

 

 

 

 

 

Die Gabe

Die Gabe

 

 

An jedes Menschenkindes Wiege
Standen Feen gute Geister Engel auch
Die Ihre Geschenke freudig gaben

Von mancherlei Art und Geschick
An Schönheit Klugheit und Vermögen
Ob wir sie vergessen oder würdigen

Das sehen wir  heute jetzt und hier
So wünsche ich mir nur die Eine
Zu lieben ohne Maß und Ziel