Category Archives: Poesie

Titanen

Titanen

 

 

 

Die Titanen den Alten wohlbekannt
Heute aus der Geschichte verbannt
Die Götter selber kirchlich abschafft

Aufklärung atheistisch abgeschmackt
Rational und materialistisch leer
Steht heute blinkend magisches Sternenmeer

Doch halt Minister Präsidenten
Konzernenchefs und Medienzaren
Ölmogule Götterärzte weiß bekittelt

Päpste Würdenträger wohlbetitelt
Rüstungsbosse Drogenbarone
Ach die Dämonen jeder Gier

Sie leben noch und wieder
Mitten unter uns wie Klone
Verkleidet weiter jetzt und hier

 

 

 

 

 

 

 

 

Nichts

Nichts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Dich das Leben
Oder auch der Tod
Vor das Nichts stellt

Dann nur deshalb
Um Dir die bedingungslose Freiheit
Als Deine Schöpfung des vollumfänglichen Neubeginns
In Losgelöstheit von allem bindendem Vergangenem

Wie diesen neuen Tag
Jeden erfrischenden Atemzug
Und diesen heiligen Augenblick zu schenken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles

Alles

 

 

abcdefgahijklmno
pqrstuvwxyz

12345678910111213

Blau Grün Rot
Gelb Purpur Blaugrün

Moll Dur Fortissimo
Allegro

Es ist Dir alles geschenkt
Was Du damit beginnst

Ist eine Selbstaussage
Deiner Selbst

Und offenbart
Die Gesinnung Deines Lebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vollendung

Vollendung

 

 

Wenn Du o Menschenkind
Den Sturzflug eines Adlers

Mit der gleichen Gelassenheit
Wie das Kriechen eines Wurmes

Durch die feuchte Erde erlebst
Dann bist Du vollendet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nackt

Nackt

 

 

 

Seit Jahrzehnten bin ich Aktmodell
Zuerst in einer Bildhauerwerkstatt
Für deren Auszubildende und Ihren Meister

Dieser erhielt die meisten Aufträge
Von der Kirche und wäre schon längst
Ausgetreten wenn

Heute ist es die Volkshochschule
Und deren Aktzeichengruppe
Eine Frauenrunde mit einem Mann

Zwei Stunden biete ich meinen Leib dar
Das Honarar ist stimmig
Und zeige meine Seele und Geist nackt

Denn ich bin nicht stumm
Schweige selten zum Rascheln der Zeichnenden
In der Erhabenheit künstlerischer Gestaltungskraft

Ob über den Adam und Eva Mythos
Weitere Felder der Kunst besprechend
Sexuelle Verwirrung der Körperfeindlichkeit

Und trage Gedichte vor und sang auch ein Lied
Eine Frau stellte mich negrid dar wie Michael Jackson
Eine andere Malerin asiatisch im Gesicht

Ich erwähnte letzthin in München einen Vortrag
Im EineWelthaus zu halten Schweigen keine Frage
Über welches Thema wo und um wiefiel Uhr

Niemand denn da lauert die Gefahr
So wie die Antwort hierauf
Was geschieht wenn ein Aktmodell nicht erscheint

Dann Porträtieren wir einander
Und von Euch selbst sich jedes einmal selbst nackt hinstellen
Niemals nein Lachen Lächeln unmöglich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Reise

Die Reise

 

 

Der Plan die Vorbereitungen währten Jahre ja Jahrzehnte
Ettliche die zusagten sprangen kurzfristig ab
Oder erschienen einfach nicht

Zuletzt waren wir eine Handvoll
Die der Himmel hielt
Dann brachen wir auf

Wer der Anführer war
Fragst Du
Niemand Es gab keinen

Jeder war Es selbst
Wohin die Reise ging fragst Du
Nach El Dorado ins Schlaraffenland

Das Paradies ins Nirvana
Jedem das Seine
Und uns allen das Eine gemeinsam

Ins Nichts und Alles
Wie finden wieder die Frage
Kein Kompass keine Landkarte

GPS oder einen Beduienentouareg
Auch keinen Indianerfährtenleser
Oder Sternenkundigen gab Es

Dann eines Tages
Oder waren Es Jahre Jahrzehnte
Am Ende vieler Leben

Langten wir an
Genauer gesagt Du
Denn die Anderen waren unterwegs

Abgesprungen hatten Geheiratet
Familie gegründet Berufe ergriffen
Und sich irgendwo sesshaft  gemacht

Jetzt bist Du am Ziel
Bei Dir angekommen
In Deinem Herzensparadies

 

 

 

 

 

 

 

Zeit

Zeit

 

 

 

Ich lebe an den Rändern der Zeit
Und habe die versalzene Suppe ausgelöffelt
Die ich mir einst eingebrockt

Flüchtete Überlebender in das Zentrum
Des sich wahnsinnig drehenden Rades
All jener die gewichtig verkünden

Tut mir leid ich habe keine Zeit
Dabei gewährt der Blick über den Tellerrand
Die erhabene Aussicht auf das Land der Unendlichkeit

Im Zentrum des Rades der ruhenden Nabe
Finden sich letztendlich alle wieder ein
Waren und sind wir immer nur Kinder des Lichts ewiglich