Category Archives: Poesie

Der Spinner

Der Spinner

 

 

Ein Mensch was immer das sei
Ein Göttlich Wesen allemal
Und Spinner ganz gewiss

Sah dem Treiben der Menschen zu
Beobachtete genau Körpergebärde
Jede Geste Minenspiel und Stimmlage

Dann stellte Er sich an den Platz
Im Herzen der Stadt und sprach davon was Er sah
Die Menschen schüttelten den Kopf

Einer zeigte einen Vogel
Als wären Vögelein verrückt
Murmelten Kommentare zu Ihresgleichen

Dann schrie Er die letzten Wahrheiten hinaus
Doch Sie schimpften Ihn einen Verschwörungstheoretiker
Dann riß Er sich die Brust auf

Und hielt Sein blutendes Herz
In den bebenden Händen gen Himmel
Er sei ein Verrückter stehe unter Drogen

In den Medien erschien nichts davon
Auf seinem Grab stand nur ein Standardholzkreuz
Unbekannter Toter gestorben 21.Februar 2019

 

 

 

 

 

Das Vöglein

Das Vöglein

 

 

Ein Vöglein sitzt auf einem Zweige
Und singt ein wunderschönes Lied
Das Lied spricht von der Erden Schwere
Der Klang von Himmels lichten Höhn

Wehmütig sitzt eine Katze unten
Schielt sehnsüchtig hinauf hinan
Da kommt ein Hündchen mit wedelnder Rute
Will Spielen mit der Katze dann

Das träumend Tier flieht jäh verängstigt
Auf des Baumes Stamm und Ast
Der Liedersänger so erschrocken
Sieht sich urplötzlich als ungebetnen Gast

Die Moral von der Geschicht
Singst Du ein Freudenlied
Vergiss die zarte Sehnsucht nicht
Das alles Leben sei in Fried

 

 

 

 

 

Beim Arzt

Beim Arzt

 

 

 

Am Empfang freundliche Heilungsengel
Die Plastikkarte und der Rechner stehen zwischen uns
Im Wartezimmer gelangweilte Unerwartete

Zeitschriften in denen viel steht buntbebildert
Die doch nur Unwesentliches beschreiben
Eine Wachsblatttopfpflanze etwas Kinderspielzeug

Herr Müntelmeyer bitte und gleich empfängt mich
Der ohne weißen Kittel Arzt Grüß Gott wo fehlts denn
Was kann ich für Sie tun

Also ich habe da so eine Beschwernis
Ja und das soll weg soll geheilt werden
Und was glauben Sie hat dies bewirkt

Nun Bakterien oder Viren was kann ich dafür
So so Sie sind das blinde Opfer böser Mächte und Kräfte
Wie das leben Sie ungesund ernähren sich schlecht

Denken dunkle Gedanken empfinden andere kränkende Gefühle
Sind zum Platzen Wütend hegen Angst vor Ihrem Chef
Hassen Ihre Frau oder verachten sich selbst

Da kann ich Ihnen nur empfehlen Ihr Denken
Und Gefühlsleben selbst gesundend zu heilen
Schenken Sie sich erstmal einen Frühlingsblumenstrauß adieu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wohltäter

Der Wohltäter

 

 

Ich habe Dir eine warme Wiege geschenkt
Und stolze Eltern sowie eine gute Erziehung
Beste Bildung dazu und das Studium Cum laute

Die Karriereleiter leicht angelehnt
Dann die schöne Frau entzückende Kinder
Versicherungen für alle Unwägsamkeiten

Dein Haus die Autos den jährlichen Urlaub
Das satte Erbe dann irgendwann
Politische Korrektheit und Wahlfreiheit

Die seriöse Kirchenmitgliedschaft
Und Deine geliebten Hobbies
Das Militär entließ Dich als Offizier

Fernsehen und Taschentelefon jederzeit
Garantieren Dir Information und Verbundenheit
Doch das Menschwerden und Menschsein hast Du vergessen

 

 

 

 

 

 

 

Die Vision

Die Vision

 

 

 

Ob Es eine außerkörperliche Astralreise war
Eine Lebensmittelvergiftung oder einfach nur ein wirrer Traum
Wer kann Es wissen wer war dabei wer hats gesehn

Ich befand ich mich in einer chaotisch schönen Welt
Deren äußerliche verschiedenen Bewohner
Rot braun hell gelb und dunkel sind

Überall verstreut lebten und Sie stritten
Darüber ob dieser Plan-et flach oder eine Kugel sei
Auch ob Sie alleine im Universum oder doch nicht sind

Ihre Behausungen waren unorganisch quadratisch aus
Künstlichen Materialien wie Beton Stahl und Spiegelglas
Selbst die Böden aus Kunststoffwolle und Holztäuschung

Zu Ihren Geschwisterlebewesen hatten Sie eine gespaltene
Beziehung einerseits töteten und aaßen Sie deren Körper
Andererseits wohnten viele mit Ihnen in Ihren Behausungen

Sie hatten alle höhere Ideale die Sie jedoch verhinderten
Und sich untereinander bekämpften denn die meisten Religionen
Wollten Ihre Gottheit alleinig verehrt wissen

Willenskonflikte lösten Sie oft nein Sie verstärkten Sie
Indem Sie einander Ihre Körper verletzten  zerstörten und einander
Die Behausungen verwüsteten ohne Rücksicht auf Alte Frauen und Kinder

Die elektrische Kraft war dominierend
Die magnetische geschwächt und unterdrückt
Dafür waren fast alle Elektrosprechgerätesüchtige

Und die sinnlich organische Energieübertragung trat in den Hintergrund
Was aus Ihnen geworden ist blieb mir verborgen
Denn dann bin ich erwacht und verarbeite das Erlebte immer noch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Christ

Christ

 

 

Ich lebe schon einige Zeit hier im Herzen Europas
Im sogenannten Christlichen Abendland
Doch ich fand mich nur in einem kirchlichen wieder

Auch das Morgenland hatte ich bereist
Den Orient doch da wurden die Christen als Ungläubige
Weder empfunden noch verehrt denn die Geschichte

Hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack
Blutiger süßlicher Spur Kreuzzüge und Jesus
Welch ein Wahnsinn was für ein Hohn

In Büchern auch Russischen fand ich Anrührung
Der Schriftsteller in einer zutiefst milden verstehenden
Barmherzigen doch klaren Sicht auf die handelnden Figuren

Da ich noch keinem Christen im Sinne Jesu Vorbild
Begegnet bin und wenn ja so bitte ich um Vergebung
Diese Menschenwesen als solches verkannt zu haben

Doch ja ja in sanfte wunde offene Augenpaare
Durfte ich Wärme trinkend blicken und manch
Liebendes feuriges Wort habe ich wohl doch schon vernommen

 

 

 

 

 

 

 

Die Lebenschule

Die Lebenschule

 

 

Guten Morgen liebende Kinder
Heute ist ein so sonniger Tag da wollen wir selbst strahlend
Den üblichen staatlichen Unterrichtsplan in der Schublade lassen

Wonach steht Euch gerade der Sinn
Aha Malen wer noch gut setzt Euch da hinten zusammen
Ach ja Singen gut ich komme gleich zu Euch

Dann ein Gedicht schreiben
Wunderschön geht in den Pausenhof und schreibt dort
Die Natur führt Euch die Feder

Sport Handball ja gut
Dann geht Max mit der Gruppe auf den Sportplatz
Und kommt nach einer Stunde bitte wieder

Die Übrigen aha einfach eine Geschichte lesen
Wunderschön setzt Euch zusammen ans Fenster
Und seht einfach den träumenden  Wolken des Himmels ins Buch