Category Archives: Poesie

Märchenhaft

Märchenhaft

 

 

Ein Riese groß und stark an Kraft
Lebte in einem Land von Zwergen
Die klein und schwach Ihn barmten

Nach einer Zeit war Es im lang und weilig
Da ging er auf die Reise in die weite Welt
Zu sehen ob Es da etwas Kurzweiliges gäbe

Endlich kam Er in ein fernes Land
Bewohnt von Riesen riesengroß
So furchtbar stark und mächtig

Das Er sich klein und schwach fühlend
Alsbald wieder freudig heimwärts wandte
Und froh zu allem scheinbar Kleinem ward

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltgericht

Weltgericht

 

 

Die Welt ist keine Richterin
Doch was an Unrechtem gewirkt
Bewirkt Pickel im Gesicht Vulkane

Faltenbildung bebender Erde
Und Tränenfluten allenthalben
Fieberträume sengender Dürre

Wo das ein Wort verkommen
Einer toten Sprache entnommen
Vormals Mitgefühl empfunden
Oder hast Du heute schon Empathiert

 

 

 

 

 

 

 

Komm wir gehen Spielen

Komm wir gehen Spielen

 

 

 

Nein kein altes Räuber und Gandarm
Auch nicht das öde Mensch ärgere Dich nicht
Und dieses strenge Schwarz gegen Weiß Schach

Wir spielen Hasch mich ich bin der Wind
Menschenkind freue Dich und vertauschen die Seiten
Stellen die weiße Dame einfach neben den schwarzen König

Fang mich ich bin ein Sonnenstrahl
Schau hier werden Wonne und Heiterkeit vermehrt
Denn der König und die Königin feiern bunte Hochzeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutsche Größe

Deutsche Größe

 

 

Das ist nicht der Deutschen Größe
Obzusiegen mit dem Schwert
In das Geisterreich zu dringen
Männlich mit dem Wahn zu ringen
Das ist seines Eifers wert

Schwere Ketten drückten alle
Völker auf dem Erdenballe
Als der Deutsche sie zerbrach
Fehde bot dem Vatikane
Krieg ankündigte dem Wahne
Der die ganze Welt bestach

Höhren Sieg hat er errungen
Der der Wahrheit Blitz geschwungen
Der die Geister selbst befreit
Freiheit der Vernunft erfechten
Heißt für alle Völker rechten
Gilt für alle ewge Zeit

 

 

 

 

Joahann Christoph Friedrich von Schiller
Ein unvollendetes Gedicht 1801
Mögen Du und Ich die Vollendenden sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Würde der Männer

Würde der Männer

 

 

Kämpfend streitend führten Sie einst Kriege
Seis als Beherrschende nur als Vasallen
Wars dem Mann einst in die Wiege gelegt
Heute friedlich mutvoll ohne Urknallen

Ficht der Mann im Geiste mit der Nacht
Das Er wisse und verstehe ja tiefgründend sehe
Was den Mensch zum Menschenwesen hat erdacht
Blanken Geistes Schwertes unterscheidend trennen

Irrtum Wahn und das Gespinst der Lügen
Forscher in den Göttersphären Welten
Zu entdecken und benennen Weisheit von Betrügen
All das wirre Denken lichtvoll klärend

Mit des Weibes sechstem Sinn
Denn als Philosoph sich küren
Bedarfs der Seele fühlendem Gewinn
Früher Zwietracht heute Gemeinsschaft führen

Wenn sich Tag und Nacht vereinen
Nimmer nur den wilden rohen Krieger mimmen
Legt den Kranz von Lorbeer um Sein hehres Haupt
Wer ein Herz weiß zu beminnen ist des Friedens Glückes Braut

Heute Väter sinds und Brüder worden
Tyrannen einst von tiefem Hass und Groll
Freunde Nachbarn ritterliche Helden
Wo von Alters nur das Unrecht Stärkerer gegolten

Zeugen heute machtvoll himmlischer Gesetzte
Einstens leibeigen Sklaven Ihm gedient
Setzt Er frei wie je ein Küken eigefangen
Alles Leben das die Schale bricht aus Lieben

 

 

 

In ergänzendem Dank für Friedrich von Schillers Gedicht
Würde der Frauen
Seiner verbunden hier und heute jetzt ein Mann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also träumt Zarathustra

Also träumt Zarathustra

 

 

Mir träumte als wäre es schon wahr
Das das graue Gespenst der Angst
Erleichtert von Dir ins Licht geführt

Mir täumte als sei Es diamantenklar
Das der Lüge verdunkelnde Macht
Ans Licht der Sonne befreiend gebracht

Mir war Es als sei ich im Traum engelberührt
Das Du genug gegessen vom Erkenntnisbaum
Die süßen Früchte des Lebens verschenkend genießt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also handelt Zarathustra

Also handelt Zarathustra

 

 

Da sind Menschen die sprechen reden viel
Doch handeln sie nicht in Übereinstimmung
Mit dem was Sie erkennen vorzugeben

Empfinden zwar doch lassen Sie die Tat ungetan
Aus Angst vor eingebildeten Folgen
Opfern darin ihre Herz auf dem Altar der Anpassung

Zarathustra kündigt die Wohnung den Arbeitsvertrag
Spricht die Trennung einer Beziehungsleiche jetzt aus
Ohne neue Wohnung neuen Broterwerb Partnerschaft

Dafür ist Zarathustra in sich Zuhause
Tut arbeitet daran was Er wirklich liebt
Ist sich selbst und Allen Zuflucht Nährender und Geliebter