Natürlich schweigt Er schließlich ist Er ja schon lange tot
Zuletzt gab Friedrich Nietzsche Ihm eine Stimme
Und wenn Schweigen Gold ist dann bist Du gekauft
Stumm zu bleiben gedungen von Angst und bestochen gebrochen
Sprich was Dir Dein glühender Geist eingibt entflammter
Rede was Deiner Seele auf dem Herzen brennt
Also spricht Zarathustra zu den Sterblichen von Unsterblichkeit
Du bist den Sprachlosen Sprachrohr den Zeitweiligen Ewigkeit
Wie das Lied der Bambusföte Nay den Äther erzittern läßt
Eva die zweite Frau Adams
Denn Lilith war Sein erstes Weib
Das Ihn verließ nachdem Er sich patriarchal unverbesserlich verhielt
Eva die Licht ins unbewusste Dunkel brachte
Indem Sie die Frucht vom Baume der Erkenntnis pflückte
Wurde Ihr verdunkelnde Düsternis strafend auferlegt vom Zornesherrn
Prometheus der von der Götter Feuer nahm
Und uns Menschen somit Licht Wärme und Freude schenkte
In den warmen gebackenen Leckereien lächelnd haben wir den Abglanz
Krishna in Indien leuchtet heute noch in der Baghavat Gita
Und Budha der Erleuchtete lehrt was Leid bewirkt
Und lebte Leidfreiheit vor wenn auch heute oft nur modistische Dekoration
Joshua Jesus Lichtgestalt in finsterster Römischer Weltenmacht
Liebt selbst Feinde noch hält kein Gericht
Spricht frei heilt und heiligt sich als Todeskandidat gewiss
Gandhi dieser Ökospinner spinnt aus Indischer Baumwolle
Die Freiheit aus salziger Unterdrückung Englischer Imperialistenmacht
Das Er erschossen werde war Ihm Karma wohlbedacht
Und Kaspar Hauser jener ausgesetzte 16jährige namenlose sprechunkundige
In Nürnberg meiner Geburtsstadt nachmittags entdeckt 12 Jahre eingekerkert
In fahlem lichtverschlichtetem Zwischengeschoß eines Jagdschloßes mit 21 erstochen
Zwei Verschwörungspraktik typisch gefälschte Begleitbriefe in der Hand
Der Spiegel titelte vor Jahr und Tag Kaspar Hauser doch kein Erbprinz
Die Genanalyse war Tierblut der gefärbten Museumsunterhose Rufmord
Einer Welt die noch nicht erträgt was Kaspar auf dem Sterbebett sprach
Willst Du denn Deinen Mördern nicht vergeben der Pfarrer zu Kaspar
Hauser antwortet Wie soll ich Ihnen denn vergeben Sie haben mir ja nichts getan
Hohe ferne Ideale heute unerreichbar nein jedes Menschenwesen
Wahrhaftig im Denken Fühlen und Handeln rein lichtet die verdunkelte Welt
Trägt hierfür bei Sie in Liebe zu verwandeln und befrein
Ich gehe doch zuvor überreiche ich Dir ein Geschenk
Was verbirgt sich dahinter wo liegt versteckt der Haken
Welches sei der insgeheime Preis dafür
Ertönen Deine Kamele mit drei Höckern
Gold feuriges flüssiges leuchtend vibrierendes Gold
Nur davon künd ich Dir in heilger Silbersprache
Dafür kannst Du all Dein beschwerlich Blei erleichtert
Den Glasern schenken zu fassen Fensterscheiben Licht
Die Dachdecker verlöten Es für Blech und Rinne
Höre und staune die Götter sind müde haben abgedankt sind tot
Es lebe das Göttliche dessen Botin tags die Sonne
Und deren Künder nachts die funkelnden Sterne sind
Bedanke Dich segnend für das was war
Die Zeit erschafft sich selbst Ihr Spiegelbild
Von Mangel Angst und zitternder Furcht
Vorbei vorüber wache aus dem Albtraum auf
Sieh den Gott der Obdachlosen allhier überall
Steht Sein Tempel ausgespanntes Himmelszelt
Erschaue die Göttin Seine Gemahlin Erdenmutter Dir
Sesshaft ist Ihre Kathetrale nun die ganze Welt
Kein Opfer nein kein zornig drohendes Verbot
Noch strenge Gebote vielerlei mit Hölle Pein und Weh
Dafür bist Du Ihrer beider Kind und Erbe
Bedingungsloser Liebe Unterpfand
Was Sie Dir schenken ist Freiheit und Vertrauen
Das Du das Buch des Lebens selber lesen lernst
Wie Dich die Natur lehrt vom Frühling bis zur Winterszeit
Siehe der Weihrauch reiner Freude steigt empor
Und all die Vögel atmen Ihn
Und danken Dirs mit Ihrem Wohlgesang
Da Ihr das Leben feiert Tag um Tag
Dichtend singt und tanzt trunken vom Wein der Liebe
Verlasse ich die Welt für eine kurze Weile
Den Göttern jene Botschaft überbracht
Kehren wieder alle erneuert und gewandelt
Staunend zu erleben was heute hier vollbracht