Category Archives: Poesie

Weltfriede

Weltfriede

 

Als ich in einem früheren Leben
Überlebender nach einer Schlacht
Durch die Pfade gefallenen Krieger schritt

Mir dabei der Himmel zusah blutverschmiert
Die Sonne Ihr Licht weiterhin liebend sandte
Und ja Blumen zwischen den Körpern prangten

Schmückend den Tod tröstend sank ich
Auf die Knie und weinte schluchzend
Bis alles leer in mir ward angstfrei liebend wahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der TÜV

Der TÜV

 

Heute war ich im Auftrag des Königs der Schönheit
Und der Königin der Wahrheit im Gewande einer
Langjährigen Reiterfreundin unterwegs

Ihren tüvfälligen Pferdetransporter vorzufahren
Und da nach Goethe Alles Sichtbare nur ein Gleichnis ist
Wurde zugleich die gesamte derzeitige Menschheit

Und Ihr Fehl und Wohlverhalten auf den Prüfstand gestellt
Ich der bescheidene Geprüfte wurde Schicksalsgefährte
Ebenfalls zum Prüfer und ich bitte um Nachsicht

Bis auf die freundlichen Herren Techniker
Mit Pauken und Trompeten durchgefallen
Die Begründung ist sehr triftig die Kaffeemaschine

War wegen dem unsäglichen Gespenst der Freiheit
Jenem Phänomen dieser Neuen Religion der Angst
Auf Anweisung von ganz oben so der junge Schaltermann

Entfernt worden dabei habe ich mich so darauf gefreut
Heißen duftenden Kaffeegeruch den die Sonne strahlend
Mittels eines scharfen Ostwindes hinweggefegt

Zuguterletzt hat jedes Märchen die ja allesamt wahr sind
Ein fröhliches Enden Die Pferdefrau Ihr den Wagen zurückgebracht
Voll des Mitfühlens meiner Abenteuer kochte mir einen Kaffee

 

 

 

 

 

 

 

Das bist Du

Das bist Du

 

Dies will ich Dir sagen
Nicht den Willenlosen
Den schweigenden Jasagern

Ich bin der Frühling
Kein Prager Frühling
Auch nicht der Arabische

Es ist Frühling und Deiner Knospe
Wurde verboten zu blühen
Deinem Samen zu keimen nicht erlaubt

Du bist der Frühling
Und die Vögel des Himmels
Bauen Ihre Nester mit Liebe in Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geisterstunde

Geisterstunde

 

In die Bibliotheken der Welt und des Vatikans
Muffig und gedankenschwer verwirrend
Dringt durch die Fensterspalten reiner Geist

Und die Geheimdienste dieser alten Welt
Stellen ihre Machenschaften ein denn
Der Geist bringt jedwedes Geheimnis ans Licht

Die gefälschten und veränderten Bücher
Mancher Religionen weisen plötzlich leere Stellen
Auf und in goldenen Lettern steht was ehedem wahr

Die Leeranstalten werden zu Lehrhäusern
Darin statt zufälligen Urknällen von Aminosäuren
Am Anfang war ein gehauchter Kuß vermittelt wird

Gespenster die ich rief entschwinden
Die Geister die ich rief Sie dienen mir
Wie lieben denn alleinig dienstbar ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lebensfreude

Lebensfreude

 

Und dann verfluchte der Unsägliche
Das Weib und den Mann weil beide Freude
Daran hatten eine Frucht reif und prall

Zu pflücken und er stahl Ihnen
Die saftige Süße der Lebensfreude Sie des
Todes verwünschend schmerzenskündend

Weder Sterben noch  Vertreibung machen mir
Angst und Bange vor diesem Götzen denn
Mein Göttliches ist Freude schöner

Götterfunken und das Leben feiern
Und das Hinscheiden als ein Ruhen und
Entspannen bis aufs Neue unerfahrene Wege

Geboren aus der Sehnsucht nach
Nach Dir nach mir nach uns allem
Sich durch die enge Pforte zwängt

Was zwanglos immer nur Freisein
Frei von und Freisein für erwählt
Keine Ungemach nur vertrauendes Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zukünfte

Zukünfte

 

Wollen wir die Eingeweideschau abhalten
Nein die klassische Zeit ist vorüber
Dann den Vogelflug deuten

Nein diese Ära ist vorbei
Sollen wir die Pythia befragen
Weh uns die Götter schweigen längst

Dann werfen wir die Knöchelchen
Ach woher alter Aberglaube nurmehr
Legen wir die Karten sehen Christall

Heute siehst Du die Zukünfte
In den Augen Deiner Nächsten
Angst oder Lieben ist die Antwort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Baum des Lebens

Der Baum des Lebens

 

Ach mein Deutscher Wald in Dir
Märchenhaft wohnen Geister
Riesen Zwerge Nymphen Wichtel

An den Bächen Seen Undinen in den
Harzigen Düften schweben Sylphen ach
Im Wiesentau tanzen Feen Ihren Reigen

Und da sagten Sie Dir das Waldsterben
Greife um sich das Ozonloch fresse sich
In den Weltenleib dann lassen Sie das Öl

Versiegen Radfahrer auf der Autobahn
Sprudelt es heute mehr denn je ach
Siehst Du die Trauerweide weinen

Die starke Deutsche Eiche schwanken
Die knospende Tanne ächzen ach o weh
Der Baum des Lebens im Paradies trägt

Früchte der Erkenntnis des Wissens
Der Wahrheit und Sie erklärten uns
Wir dürfen davon nicht essen freisein