Category Archives: Willkommen

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Als Ich erwachte fragte ich mich betroffen
Was ist jetzt die wirkliche Wirklichkeit
Das was ich gerade im Schlafe erlebte

Oder diese Gegenstandswelt
Um mich her
Oder das Buch das ich gerade lese

Den Film den ich gestern sah
Der vergangene Tag
All die verflossenen Jahre

Und ich bekam die Antwort
Ja all dies ist gleichsam unwahr wahr
Jetzt in diesem heiligem Augenblick

 

 

 

 

 

Hausarbeit

Hausarbeit

 

 

Mein Haus ist ein
Palast der Liebe
Und mein Körper das Instrument

Auf dem meine Seele spielt
Und der Geist darinnen feurig brennt
Ich achte beide gleicherweise unterscheidungslos

Und so bügelte ich heute
In sonntäglichem Frieden atmosphärisch rein
Glättete die gewaschenen verknitterten

Hüllen meines Leibes
Dankend Schutz vor Kühle
Denn der Nacktheit schäme ich mich nicht

Glätte die Geschichte
Von Gewalt und Kriegen
Sanft gleitet das Bügeleisen

Über die Spuren vergangener gelebter Zeit
Und vollendet birgt das Schicksal
Frische glatte Wirklichkeit

 

 

 

 

 

Der Brief

Der Brief

 

 

Du kennst mich nicht
Und doch bin ich ein Wesensteil von Dir
Auch ist das Briefeschreiben heute aus der Zeit
Ich bin Ihr eh verloren längst erstorben

Was dieser Tag mir war
Das magst Du selbst erspüren
Oft habe ich zu Dir hingesonnen
Wärmende Strahlen zu Dir hingesand

Ich bin der Welt verloren
Dir unsichtbar ja unbekannt
Doch soll Dein Auge sich erfreuen
Tanzen Dein Herz wie neugeboren

Es ist nur eine Spur
Die hier gelegt wohl zu Dir selber führt
Lass mich Dein Wegbegleiter sein
Nur jetzt in diesem heilgen Augenblick

Was ich auch denke
Sinne blinkenfühlend spüre
Nur eine Blume findet Worte hier
Der Abend mondendämmert
Ich bin in Dir mit Sternefunkeln

Und wenn das Lid der Augen
Sich wolkengleich vor die Gedanken schiebt
Der Schlaf uns süß vereinigend umfängt
Sind wir Getrennte einst
Eins am Himmelzelt als leuchtendes Gestirn

 

 

 

 

 

Spiegelung

Spiegelung

 

 

 

Meine Wiege stand in einfachsten Verhältnissen
Ohne Bad Toilette in der Wohnung einer Nazistadt
Kein Kinderzimmer vaterlos butterlos margariniert
Ohne Kühlschrank Telefon Fernnahseher

Heute lebe ich herzensreich in einer Villengegend
In einem Wochenendhaus ebenfalls ohne Heizung
Mit Holzöfen bei akademisch Reichen auf dem Land
Seelisch geistig spricht mein Nachbar über den Zaun

Von Überbevölkerung und ich fragte Ihn
Ob Er sich denn auch dazunehme oder
Nur die Anderen Vater ist Er kürzlich geworden
Was ist da zuwenig was zuviel

 

 

 

 

 

Ich bin kein Mensch

Ich bin kein Mensch

 

 

 

Heute saß ich an einer Bushaltestelle
Neben einem mit sich Selbst
Gott und der Welt vor sich hin sprechendem
Aus einer Bierflasche nuckelndem Menschenbruder

Er schimpfte wütend über das Scheißdeutschland
Und das hier alle wahnsinnig und verrückt sind
Es sei nicht zum Aushalten
Er ertrage Es nicht mehr

Ich sah Ihn seitlich unverwand an
Wo willst Du denn dann hingehen
Er deutet auf den Boden
Hier drei Meter weiter unten

Doch Der da Oben
Nehme Ihn einfach nicht
Angerührt berührte ich Ihn
An der linken Schulter

Lass mich
Fass mich bloß nicht an
Drohend gekränkt wütend
Und ja hasserfüllt

Kriege werden geplant
Vorbereitet und durchgeführt
Von den Abgöttern Waffen
Den Menschen

Ich bin kein Mensch
Und halte Es mit Nitzsche
Der den Übermenschen kündet
Ich bin ein Sternenwesen Stein Pflanze Tier

 

 

 

 

Der Engel

Der Engel

 

 

 

Als ich drüben war
Auf der anderen Seite
Anderswelt Jenseits genannt

Dort wo Es keinen Schleier gibt
Traf ich auf einen Engel
Einen Cherub diamantklar

Was hast Du auf Erden getan
Ohne Vorwurf frei von Mitleid
Reiner Heiliger Ernst tiefstes Mitgefühl

Ich wollte lieb sein
Wesshalb Um zu überleben
Und Lieb haben meines Mangels wegen

Dann Ja dann begann ich zu hinterfragen
Und Alles stürzte in sich zusammen
Weiter Ich starb Mehrfach Immer wieder

Zuletzt Zuletzt durchschaute ich
Und erkannte benannte bannte
Dann liebte ich und bin seitdem bei Dir

 

 

 

 

 

 

Wiegen

Wiegen

 

 

 

Ich sah einen Grashalm
Sich im Winde wiegen

Bienen verzückt
An den Blüten eines Baumes

Und einen Vogel hingegeben
Das Lied des Herzens singend

Ich sehe Dich und mich
Ja das Leben selbst in alledem