Lieb haben

Lieb haben

 

 

 

 

Du hast mich lieb
Wenn ich Dich verlasse schiltst
Du mich Herzensdieb

Lieb hast Du Deinen Hund
Er liest in Deiner Augen tiefsten Grund
Er schreibt mit Seiner wedelnden Rute
Freude in die Luft
Und wenn Er träumt spricht Er grummelnd
Von Gassiduft

Du wirst sehen die Zeit stellt alles klar
Das Du Deinen Hund lieb hast das ist wahr

Dich und mich nicht ganz liebst
Weil Du Angst hast das Du Es versiebst

Am Wegtor blühen Rosen edel und schön
Vergib Ihnen die Dornen
Sie tun Dir nicht weh

 

Huldigung an Joachim Ringelnatz

 

 

 

 

 

 

 

5 Responses »

  1. ich mag Ringelnatz … zumal er so manches Rätsel aufgibt – und jeder gibt sich selbst seine Antwort darauf ….
    dieses Zitat gefällt mir besonders : Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich…
    lg die zuza 🙂

    • Anhang … obwohl ich bei Paul Walter (Autor) folgendes fand:
      Der Stein der Narren sieht dem Stein der Weisen zum Verwechseln ähnlich.“
      – Verfasser unbekannt …. ohhhh

    • Liebender Thomas

      danke Deiner Anrührung
      Das Gedicht ist in einem Blog des Bayerischen Rundfunkes
      Bayern 2 im Mai 2015 als Auflösung eines anklagenden Ringelnatzpoems
      entstanden Der Blog lautete „Verraten Sie uns ihr Lieblingsgedicht“
      Und eine Hörerin schrieb eben eine düstere Stimmung des Joachim Ringelnatz
      Was mich zu transzendieren veranlasste

      Der Blog wurde dann über Nacht ohne Ankündigung gelöscht und auf Anfrage
      Blieb Schweigen des Redakteures peinlich im Äther hängen

      Ich hatte dort 200 eigene Gedichte oft als Antworten auf Berühmtheiten eingestellt
      Das Volk der Denker und Dichter bebt und der Himmel weint

      Dir Joaquim von Herzen

      • Das ist erstens ärgerlich und zweitens stößt das auch meinerseits auf Unverständnis. Joaquim, mach bitte einfach weiter so. Es ist mir immer eine Wohltat an der Tiefgründigkeit Deiner Worte teilhaben zu dürfen.
        Liebe Grüsse
        Thomas

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