Bestatter und Hebamme

Bestatter und Hebamme

 

 

Der Bestatter entsorgt die alte welke Hülle
das verschlissene Kleid den dünnen Mantel
verlassen vom Träger ins freie Leben zurück

Seis Erdenreich verwesend seis Feuer
entbunden in Luft Wasser und Asche
Die Hebamme begleitet hilft einem soeben

Sterbenden aus der geistigen Welt in die
Verkörperung zeitweiliger Erdenbehausung
Beide Wandlungen sind Ende und Neubeginn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gläubige

Gläubige

 

 

Der Gläubige ist ein Vertrauender in das
was Ihm erzählt gewiesen angedroht ist
Der Gläubiger glaubt das das Entliehene

Wieder zeitvereinbart zurückgegeben wird
Irrgläubige und in die Irre geführte sind früher
getötet oder in ein Irrenhaus überführt worden

Ich glaube an die Macht der Liebe die in der
Sonne wärmend lichte Wonne an der Blumen
farbenfrohen Duft und die Freude dankbar seiend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Jüngste Gericht

Das Jüngste Gericht

 

 

An einem Tag wie dem heutigen
oder gestrig morgigem also jetzt
erschall weltenweit eine Stimme

Deren Ursprung nicht im außen
wiewohl im innersten aller Menschen
Kinder erklang die verkündetet das

Die Zeit der Angst der Lügen und des Betrügen
vorüber alle Mächtigen entmachtet alle
Ohnmächtigen ermächtigt arm und reich

Aufgehoben jedweder im Wohlstande der
Fülle lebe und keiner Tier Leib gemartert
getötet und verzehrt waffenfrei geliebt nun ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schleife

Schleife

 

 

Manche Menschenkinder hängen
in einer Endlosschleife fest  Früher
wurden eroberte Burgen geschleift

In einem Gespräch wohl abgerundet
ist die Kommunikationsschleife schön
Wir sind das Geschenk goldumschleift

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Winterzauber

Winterzauber

 

 

 

Glitzernd wie silbern Geschmeide
der Schneeflocken zartes Gewand
Sanft ist des Winters Baumastgestrüp

Welker Wiesengrasteppich weiß gestillt
Wie eine Mutter das linnene Tischtuch
hochzeitlich weiß über die Lande gellegt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das mir die Sterne in den Schoß gefallen

Das mir die Sterne in den Schoß gefallen

 

 

 

Märchen sind erlebte Geschichten
wie denn alles Leben schon gleich
nachher bloße Mär Sage und Erinnrung ist

Doch was uns ewiglich gegeben ist ein
freies freilassendes Wirken Leben allem
hin in dienendem König Gotteskindersein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bezaubernd

Bezaubernd

 

 

Bezaubernd ist kein Verzaubern
wie in den Märchen von bösen
Wesen denn bezaubernd ist was

Uns erfreut beglückt entzückt also
ein wahres Menschenkind lauter
in der Seele feurig im Geist und
anmutig in der Leibesgestalt liebend