Da da sieh doch dort dort….

Da da sieh doch dort dort….

 

Hörst du die Wolkenschäfchen blöken
da sieh nur wie die Sonne lacht lacht
hörst du das Singen im Chor des

Sternenblinken nachtverzückt
selbst die Zementbuddhastatue
Im Vorgarten sonst so ernst lächelt

Und dann wenn du träumst
wieder hellwach staunend
die Steine um dich her tanzen siehst

Das selbst die genagelte Freude
von den Kreuzen der Kirchen
herabsteigt und mit dir tanzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wiedergefundene

Der Wiedergefundene

 

Einer von den vielen ja allen
vermeintlich Verworfenen
ja der Einheit selbst fand sich

Gelöst vereinzelt einsam und
ungewohnt frei da wieder wo wir
gerade alle angekommen sind

Zunächst verunsichert überrascht
verblüfft betroffen auch verwirrt
zu Zeiten gar von Angst gepackt

Und sorgenvoll bedrückt wo wie
was warum wieso wozu rang sich ihm
mancher Frage Klage aus seinem Busen

Und dann dann nach Jahren vieler
und umgetrieben aller Orten reich
an Erfahrung Schätzen allemal

Erschauend jäh von der Erkenntnis Blitz
getroffen sein forschend Geist
das er erwacht in einem Traum

Der Träumer und Geträumtes ist
Jetzt da Lieben ihn so zärtlich
wachgeküßt beglückt erfunden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Reise

Die Reise

 

Alles was wegführt
von der Häuslichkeit
ist denn schon Reisen

Allemal das S-Bahnfahren
Landschaften kurz besehen
schon hinweg Bäume Wälder

Felder Häuser Dörfer auch
Leben bergend wohl behaust
Bahnhöfe sind Schicksalsorte

Neu hinzugestiegen und abgefahren
Enstation manchesmal fällt ein
Zug aus nur ich falle nicht gehalten

Auf meinem Weg in die Unendlichkeit
ist Reisebegleiter Lieben mir
zur Seite Herzensbrot genährt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…mal kurz vorbeischauen

…mal kurz vorbeischauen

 

Ich grüße dich überraschend wie das Leben
ich will nur mal kurz vorbeischauen
einfach so ohne Grund weil du Es bist

Denn worin gründet alles Leben
was war ist und noch werden wird
im verbunden sein verwurzelt

Erdentief und himmelshoch
schaue wie dirs geht
mir geht Es voran allzeit

Darin wohlgeborgen versorgt
sorgenfrei wie der Vogel draußen
auch sein Winterfutter geliebt denn findet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wirklichkeit

Die Wirklichkeit

 

Ich erwache hellwach
meine Seele schlüpt wieder
in ihren Körper begeistert

Denn der Geist ist ein Feuer
sprühenden Wollens gleich dem
Kinde das heute die Welt entdeckt

Arbeiten aus Freude am Tun
Sprechen aus Liebe
Denken als Schöpungsakt

Lächeln bestätigen ermutigen
empfehlen erinnern spiegeln
ach und all dessen mehr

Feierabend feiern Tanzen gehen
Freunde treffen Cafes besuchen
Theaterluft Dampfbad schnuppern

Dann dann erwachte ich
in einem Alptraum
der heute zuende geht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einssein

Einssein

 

 

Dem Muslim seinen Koran
dem Kind sein Sandspielförmchen
alles ist Anbetung und Verehrung

Des scheinbar getrennten Seins
in der verzehrenden Sehnsucht
nach Vereinigung Verinnigung

Feuer sucht die Kälte
und Dunkelheit das Licht
Angst ist nur der Wahn

Im Lieben als Ich verloren
zu gehen wo doch das Leben
ein Netz ist und ich eine

Masche darin du hälst mich
ich trage dich manchmal
lächelnd auch ertragend

Doch ein Staubkorn auf dem Gefieder
des Adlers ist ein Lächeln des Himmels
im donnergrollenden Gewitter nur