Es ist eine der zahllosen Lügen das
die Hoffnung zuletzt stirbt Wie denn ist
das Leben selbst immer guter Hoffnung
Gezeugt gebiert sich in jedem heilgen
Augenblick aufs Neue gestaltet geschliffen
am Mahlstein des Schicksals liebend geglättet
Es ist eine der zahllosen Lügen das
die Hoffnung zuletzt stirbt Wie denn ist
das Leben selbst immer guter Hoffnung
Gezeugt gebiert sich in jedem heilgen
Augenblick aufs Neue gestaltet geschliffen
am Mahlstein des Schicksals liebend geglättet
Als Kinder im Wunderland spannen wir
Prinzess und Prinz zu sein die vornehm
stark und schön im Schloße umhergehn
Von allen bewundert beneidet gesehn
Ach Menschenskind jetzt erst verstehn
wir das Dienen ist der wahre Adelsstand
Früher gab es Kettenbriefe verboten da sollte
jeder zwei Deutsche Mark wohinüberweisen
dann bekäme ich von den anderen viel Geld
Jedes Schiff birgt eine Kette ankernd daran
auf festem Grund in bewegtem Gewässer Halt
findend Du bist der Perlen eine am Geschmeide
Durch manches tiefe Wellental
in sturmgepeitschten Zeiten
tanzte unser Schiff auf Gischt
dem Kapitän des Herzens die
Mannschaft treu ergeben so das
der sichre Hafen ist unser aller Lieben
Ein Mensch erging sich in der Natur
und sann über das Leben nach was
wohl dessen Sinn sein möge für und für
Da ward ein klein Vögelein das saß unsehbar
auf einem Zweige und trällerte Sein Freudenlied
Da ward dem Denker aufgetan des Liebens Rätselsinn
Wenn die Sonne Ihre Kinder gereift
wo sind die Erntehelfer die süßen
Trauben pflückend zerdrückend
In der Kelter des Lebens vergoren
in Fäßern kundiger Zeit gereift wo sind die
die die Traubenkinder auf den flachen heißen
Dächern der Sonnenwonne anheimgegeben
auslegen daher Sultanienen Rosinen
uns in Kuchen Stollen und Gebäcken munden
Der Wein der Liebe ist der Saft des Lebens
trunken tanzen wir barfuß in der Kelter zu einem
Liebeslied voll Sehnsucht liebend im Weltschmerz
Halbe Schwangerschaften und Halbtote
gibt Es nicht entweder jungfäulich oder
mütterlich toter oder lebendiger Körper
Siehe halbherzig ist unrettbar herzkrank
medizinisch klinisch tot Ich Zarathustra
künde die Ganzheit das Einssein des Liebens