Sonnendank

Sonnendank

 

Du große gütige Lebensmutter unser aller
Wonnequell schenkst uns lichter Wärme
strahlende Schöpfungskraft  Du erblühst

Verwandelt in jeglicher Blume Art und Dein
Spiegel ist jeden Wesens Augenlicht das
wie Du sonnig auf alles Seiende freudig blickt

Mögen auch heute noch verdunkelnde
Mächte die Menschen mit Sonnenbrillen
maskieren und getönte Fensterscheiben

Von ungeheuerer Lichtangst zeugen die
Leiber der Menschenwesen des Sommers
mit chemischer Lichtschutzcreme beschmiert

Du bist die Allgebärende läßt sprießen reifen
und gedeihn trocknest der Tränen Flut selbst
vergoßenes Blut reingt Dein heilig liebend Sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn auch

Wenn auch

 

Wenn auch die Zeiten schwer
die Gewichte ihrer Pendel Blei
laßt uns jene Leichtigkeit erwählen

Nicht die der lügenden Wortbrecher
derer die frei den Vögeln des Himmels
Brokrumen dankbar und Wasserschalen

Erfrischend stellen in Gärten der Ursprünglichkeit
darin keine künstliche Schuld rächende Strafe dräut
Wir die Federleichten sind gewogen mit Gold liebesbelohnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Knabe

Der Knabe

 

Nun mein Guter was willst Du
einmal werden welchen Beruf
Ritter will ich werden  Aber nein

Die gibt es nicht mehr  Doch
ich habe gehört das der Ritter
die Schwachen und Frauen

Schützt Das er keine Furcht und
Angst in Gefahr hat und immer
die Wahrheit spricht koste Es Ihm

Auch das Leben  Das ist Sein heiliges
Gelübte und wenn Es solche Ritter nicht
mehr gibt will ich der letzte und Neueste sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schach

Schach

 

Ich halte Dich nicht in Schach
schlage auch keine redlichen Bauern
geschweige töte ich je ein Pferd

Und einen wackeren verschwitzten
Läufer bringe ich nicht zu Fall kein
Turm die Landschaft erschließend

Wird geborsten zerstört Siehe ich
Zarathustras stelle die weiße Dame
neben den schwarzen König sich liebend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umarmen

Umarmen

 

Umarmen könnt ich heut die ganze Welt
umreichen mir doch besser denn gefällt
denn arm ist nur wer nicht umarmt erbarm

Er ist befremdet und verharmt wenn Dich
so richtig einer liebend schmiegt wenn Er Dich
drückt herzallerliebst ists wonniglicher Segen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durchscheinend

Durchscheinend

 

Scheinbar ist das denn wahr
was ich mit eignen Augen sah
doch was wenn mir der Blick

Verstellt ich mich getäuscht ganz
irrig sah die Welt ja ward betrogen
und belogen ach Lieben rettet mich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sich ergießen

Sich ergießen

 

Der Erde Gaben sind allerlei Möglichkeiten
des Himmels Geschenke sind gleichsam
sich ergießender Glyzinien deren zarte

Farbenpracht duftenden Auges freudig lacht
Was hier irdisch vollbracht ach siehe bald wird
es dunkelste Nacht während blühendes Licht liebt