Category Archives: Heilung

Das Rätselwerk

Das Rätselwerk

 

Siehst Du Es
Was denn

Na alles überall
Wie das Zeug hier drumherum

Nein ich meine
Bin ich Hellseher

Nein ich meine das Dahinter
Siehst Du jetzt schon Gespenster

Komm sag schon
Also nimm die Krokusse hier

Sie waren auch schon immer da
Unsichtbar im Sommer nur

Was soll das Orakeln
Nun wenn Du Es tust

Was denn machs kurz
Also wenn Du liebst dann

Dann sieht alles einfach
Jetzt spinnst Du ganz total

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Fr Ei heit

Die Fr Ei heit

 

Ein Ei in dunkler Leiblichkeit geborgen
Sehnt sich bald bin ich frei ans Licht

Die Henne legt Ihr Ei ins Nest
Das Brüten Warten nur der Rest

Da bricht das Ei entzwei
Ein Küken schlüpft herbei

Ich bin im Licht Es ist vorbei
Dank Henne Nest und Ei

 

 

 

 

 

 

 

Tischlein deck Dich

Tischlein deck Dich

 

Nun wenn ich auch selbst der Tisch bin
Der denn das nährende Mahl trägt
So sei dem Boden unter mir

Der gebührende Dank bezeugt
Dann wären da noch die Tischdecke
Linnen blütenweiß und rein

Tellerlein und Schüsseln
Krüge Gläser auch silbern Besteck
Und vornehm die Servietten eingerollt

Da das Auge mitisst Blumen bunt und schön
Jetzt die Speißen und der Trunk
Ach wer dies alles eingedeckt

Serviert und lecker zubereitet
Geschmackvoll ein Genuß fürwahr
In Wahrheit essen wir nur Licht

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehnsuchtstrunken

Sehnsuchtstrunken

 

Nur der vom Wein der Liebe Trunkene
Liebt abgründig tief

Nur der vom Wasser des Lebens Trinkende
Liebt himmelisch hoch

Geprießen sind die Durstigen
Geehrt der Krug verehrt der Brunnen

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Unkundige

Der Unkundige

 

Eine Bildung wie hier üblich
War vergebne Liebesmüh
Und dies sei gleich gesagt

Lieben ist fern jeglicher Mühe
Fällt leicht fließt und schwingt
So kann ich denn nicht fehlerlos

Schreiben und der Rede holpert Es
Wie Kopfsteinpflaster poltert
Nun ists das wo etwas fehlt

Auf der anderen Seite der Waage
Denn Früchte liegen unbesehn
Kurzum ich freue mich des Lebens

 

 

 

 

 

 

 

Das Schlüsselkind

Das Schlüsselkind

 

 

Bald ja in Bälde steht der Frühling wieder
Vor der Tür werden die sonnig wonnigen
Schlüsselblümchen uns leuchtend erfreuen

Schlüsselkinder tragen denn auch
An einem Hosentaschen oder Halsband
Ihren Hausschlüssel denn die Mutter

Und der Vater sind beide Arbeiten
Betrogene um den Honig der Bienen
Ist das Haus die Wohnung leer

Der wärmende Herd kalt ohne den
Freudig erklingenden Willkommensgruß
Nur eine gespenstisch verlassene Welt

Verschlossen das Herz noch ist jedes
Menschenwesen ein Schlüsselkind zum
Innereigenen Paradies des Herzens dort
Wo die Schlüsselblumen immerwährend blühn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zweimalgeboren

Zweimalgeboren

 

 

Der Mann läuft in den Straßen der Großstadt umher
Welches Sein Name Geburtsjahr Berufung und Stand weiß Er nicht
Wo Er sich befindet ist Ihm vorenthalten rätselhaft

Wie hierhergekommen schleierhaft
Was der Sinn des Ganzen ist Ihm verborgen
Nur das Er hier und jetzt ganz und gar wahrnimmt

All die Menschenwesen deren Gesichter Augenpaare
Die Ihn offen wie ein Buch lesen lassen
Wie Sie sich fühlen oder abgestumpft fühllos sind

Was Sie gedanklich bewegen oder sich unbeweglich
Von Fremddenken bedrückt leidvoll erleben
Ihre Mimik Ihr Gang Schreiten Schlurfen Hasten

Oft Stolpernd eher wie auf der Flucht
Wovor vor wem wohin auch Hunde nimmt Er wahr
Die oft stellvertretend leben was Ihrerseits

Abgestorben unterdrückt als unschicklich gilt
Auch die Behausungen Gebäude berühren Ihn zutiefst
Sicherungsverwahrungen mit Schloß und Riegel

Sprechanlagen Überwachungskameras Gittern
Eckig Glas Stahl Beton farblos gedeckt grau weißlich
Funktional unorganisch naturwidrig körperfremd

Es ist eine Ihm fremde befremdende Welt
Doch obwohl nichts wissend fühlt Er alles
In der Seinen wohl behütet und beheimatet