Category Archives: Liebe

Für Dich

Für Dich

 

 

Ich bin ein Jäger und Sammler
Nomade Beduine und seßhafter Bauer
Allabendlich bringe ich Dir dar

Was ich tagsüber erbeutet geerntet
Das silbrige Gekräusel der Sonne
Auf den Wellen des Wörthsees sich spiegelnd

Ja die Sonne selbst
Diesen gleißenden Diamant
Und den verzückten Mückenschwarm

Der in Ihrem Abendschein zu einer
Wesenheit verschmolzen für Dich tanzt
Als Beigabe zuletzt die luftigen Schwalben

Deren Zeit hier im Norden bald gekommen
Zurück nach Sommersonnenland fliegend
Jagen Sie sammelnd für Dich durch die Lüfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Freundeskreis

Mein Freundeskreis

 

 

Die Atheisten sandten mir einen Engel
Und die Kirchen den Satan
Wie auch die Politik einen Anarchisten

All die lebend Toten das Ewige
Und die Schwarzweißseher das Bunt
Glück ertragen nur die Liebenden

Meine Kreise sind offene Spiralen
Und ihr Umfang ist stets der Mittelpunkt
Nur Liebende verbreiten Glück

 

 

 

 

 

 

 

Das Gastgeschenk

Das Gastgeschenk

 

 

Im Orient und anderswo
Ist es Brauch ein Gastgeschenk
Anläßlich einer Einladung mitzubringen

Was für manche Geladene eine schwierige
Entscheidung darstellen kann
Pralinen eine Flasche Sekt gar ein Buch

Tankstellenblumen wenn fast vergessen
Ach aman O welch ein Duft
Deine Herzensblüte hinverschenkt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Portal der Wandlung

Das Portal der Wandlung

 

Ob Siegestore hindurchgehend
Wandlung bewirken ist fraglich
Denn Kampf wehrt den Frieden

Wir der Geliebte und die Geliebte
Sind unterwegs eng verbunden
Herzinnig in Sprache und Geste

Schreitend dem Tor der Wandlung hin
Heiter ob der anstehenden Trennung
Unverbrüchlicher ewiger Verbundenheit

Denn die Geliebte wird in die Zukunft
Und der Geliebte in das Vergangene
Eintreten dort wegbereitend Sie

Er Irrtümliches Lügenhaftes heilen
Angelangt erwarten uns ein Kleinkind
Harren unser ein weiser Greis

An der Pforte der Zeit wachend
Die Tore einen Spalt öffnend und
Ein letzter Kuß verbindet Untrennbares

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht

Sehnsucht

 

 

Als mich mein pfadloser Weg
Einst in die Wüste führte
Auf der Suche nach der Blume

Fand ich nur flimmernde Hitze
Verdorrtes Gehölz und mumienhafte
Staubige Trockenheit

Dann irgendwann stand Sie vor mir
Klein und unscheinbar geduckt
Stachelbewehrt ein Blümchen

Später lenkte mich mein Schicksal
In den eisigen Norden Stein und Bein
Gefroren alles Lebendige

Selbst schon erkaltend Da keine
Sinnestäuschung flimmerte im Sonnenlicht
Eine zarte Eisblume mir auch hier

In dem Stahlbetonglasdschungel
Einer Großstadt nirgends Ihr Duft
Bis ja bis in den Augen eines Menschen

Sie erblüht lächelnd fragend
Und aller Sehnsucht Suche
Tragen Sie in weher Herzensbrust

 

 

 

 

 

 

Ach Ich

Ach Ich

 

Nun wer das sei
Jener Ich einerlei
Ich hab ja Dich

Denn nur mir eigen
Ganz allein tanzt keiner
Wäre ich nur Es im unsichtbaren Reigen

Nur durch Dich gespiegelt
Splitterhaft verschmiert
Und klar rein und wahr

Bin ich der ich bin erinnert
Vergessen in der Zeit Unendlichkeit
Unschändbar ICH ewigkeitsvereint

 

 

 

 

O Ihr

O Ihr

 

 

Anfangs suchte ich nur Dich
In allem allüberall jederzeit
Denn Du schienst mir ach so Groß

Nur mich wähnte ich kitzeklein
Und so fand ich Dich nirgends
Denn meiner Augen Licht gebrach

Das Kleine im Ganzen
Und die Einheit im Vielen zu erschaun
Dann erkannte ich Euch

Und siehe in jedem fand ich Sie
In Jeder schwingt Er unhörbar vernehmlich
Und in mir das Feuer der Sehnsucht Ihr