Category Archives: Poesie

Einweihung

Einweihung

 

 

Wenn ein Finsterling einem Schatten eröffnet
Ich weihe Dich jetzt in ein Geheimnis ein
Dann ist dies der Verrat an der Liebe

Denn Liebe enthüllt jedes Geheimnis
Bedarf dessen nicht ist selber Licht
Du bist eingeweiht immerda so Du liebst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erleuchtung

Erleuchtung

 

 

Es gibt suchende Menschen die jahrelang
Hatha Yoga oder Kundalini Yoga üben
Ein Mantra wie OM singend Chanten

Andere lassen sich am dritten Auge
Dem Farbpunkt der Hindus von einem
Meister Guru oder Heiligen berühren

Du bist erleuchtet wenn Dir alles
Stoffliche sich schenkendes verdichtetes
Licht und alles Seelische irgenwie geartetes Lieben ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehen

Sehen

 

 

Der schlafende Mensch sieht allerlei Zeug
Eine Paar Schuhe Personen das Wetter
Und fühlt dabei eher Unbehagen denn Wonne

Der wache Mensch sieht in den Schuhen
Einen Menschen der ein Geheimnis verkörpert
Und in den Personen Seine Menschengeschwister

Auf der Suche das Rätsel zu lüften wie Er selbst
Dabei träges Unbehagen in Wohlwollen verwandelnd
Wie nach einem Regen wieder lachend die Sonne scheint

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einsicht

Einsicht

 

 

Weltverloren Seinsvergessen
Wird das Leben immer uneinsichtbarer
Bei und in Dir wird alles wieder eins

Die Schnecke ist vollendet
Gelassen gleitet Sie dahin
Alles ist Ihr vollendete Zeit

Gesteigert nimmst Du eine Nacktschnecke wahr
Schutzlos ohne Haus gleitet Sie in sich ruhend dahin
Ihre Fühler zart bewegend eins mit sich

Schwalben sirren durch die Lüfte
Kaum vermag das Auge Ihrer Kunst zu folgen
Sei wie der Schnecken eine schwalbengleich

 

 

 

 

 

 

 

Aufsicht

Aufsicht

 

 

Wenn Du in einem der künstlichen
Silbernen Vögel über den Wolken schwebst
Darunter Spielzeug Dörfer Wälder Äcker siehst

Auf einen Bergesgipfel geklettert
Hinabschaust in die weiten Fluren
Wird Dir gewahr wie bedeutungslos

Und einzigartig wichtig Du für alles bist
Der dies mit Milde und ehrführchtigem
Staunen erhaben zu bewundern nun versteht

 

 

 

 

 

 

 

Umsicht

Umsicht

 

 

Ein umsichtiger Mensch
Ist eine noch seltene Wohltat
Denn Er trägt keine Scheuklappen

Wie dereinst manche Kutschpferde
Die Ihrem Wesen nach ja Fluchttiere sind
Der Mensch ist denn auch wo Er nicht fliehen kann

Ein Angreifer oftmals noch auf das hin
Was Er nicht wirklich sieht erkennt
Und daher umsichtig versteht

 

 

 

 

 

 

 

Klarsicht

Klarsicht

 

 

Im Trüben Fischen ist verwirrter Gefühle
Opfer am Haken hängend sein
Betrübnis ist dem der dies erfährt

Klar sieht Wut Angst Trauer Freude
Wer mit Mut  Entscheidungen trifft
Grenzen zieht und sich entschließt

Die Angst durchschaut und benannt bannt
Trauert tränenreich und dann verabschiedet
Was gehen wollte aufs Neue frohgestimmt

Und freudig ist in allem jetzt und hier
Der nächtens die Sterne blinken läßt
Dem Tage selber sonniges Gestirn