Category Archives: Poesie

Weitsicht

Weitsicht

 

 

Über den Tellerand zu spähen
Ist ein gewaltiges Abenteuer
So ist denn auch die Antarktis

Militärisches Sperrgebiet
Und darf von keiner Fluglinie
Obwohl kürzer genutzt werden

Das Weltengeheimnis ist denn
Zugleich das Mysterium Mensch
Und das Göttliche allemal Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenschau

Innenschau

 

 

Manche Zeitgenossen rümpfen die Nase
Wenn sich ein Mensch  getraut Innenschau zu halten
Als  gäbe es nicht genug in der Außenwelt zu tun

Dabei sind die Leichen im Keller
Und der Dreck unter den Teppich gekehrt
Als auch der Schatten im Licht

Die flehenden Mahner vor der Pforte
Der Unendlichkeit und die Engel
Wachend am Tor der Ewigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückblick

Rückblick

 

 

Die Rückwärtsgewandten sind vergangenheitsbewusst
Denn das was war bildet den Humus der Geschichte
Für das lebendige Heute also Dich und mich

Und der Blick auf das Gewesene
Mag schuldbeladen schamerfüllt bitter
Oder romantisiert verklärend sein

Wirklichkeit ist allemal die Wirksamkeit
Des geistig seelischen Ringens
Um die Seelen und den Geist

Der Menschheit also Dich und mich
Denn dies allein ist die wahre Geschichte
Verpassten oder gelebten Liebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausblick

Ausblick

 

 

 

Der Wind wiegt zärtlich das Steppengras
Irgendwo in den Prärien oder Asiens Weiten
Während in der Sahara der gleiche Wind

Die Sandkörner tanzen läßt
Und anmutige wellige Dünen erschafft
Kocht in den Großstädten ein Autokühler

Und die Börsennotierung hoch
Im Menschengewimmel hat das Ich Sein Zentrum verloren
Und die Psychiater werden reich an all dem seelischem Leid

Bald wird das Lügengebäude einstürzen
Und die Freiheitsstatue verbrennt an Ihrer eigenen Fackel
Und die Friedensengel in Berlin und München

Steigen von ihren Säulen herab
Schreiten zum Entsetzten der Fußgänger umher
Hehren Blickes goldschimmernd liebesverklärt

 

 

 

 

 

 

Schau !

Schau !

 

 

Ich schenke Dir eine Schau
Jenseits des Erdachten Fantasierten Geträumten
Jenseits von Wachen und Schlaf

Da Du in einem Land lebst der Jahreszeitenvielfalt
Darin Fülle Reichtum wachsender grüner Pracht
Und Es ist ja das Deine Heimatland

Und das Du selber begnadet an Talenten Fähigkeiten und Gaben
Von diesem Reichtum und Schatz verschenkst
Dir und Ihnen Freude mehrend

Und wie Du sprichst das Jeder sich erhoben
Und was Du denkst als wahr erkennt
Ist Ihnen Dein Lächeln Buddha und Jesus gleich

 

 

 

 

 

 

 

Siehe !

Siehe !

 

 

Siehe ich habe das Haus gereinigt
Und frische Blumen in die Vase gestellt
Doch Sie hausen in Villen und Bungalows

Siehe ich habe frisches Essen gekocht
Doch Sie verschlingen Schnellverzehrnahrung
Giftgespritzt und kunstgedüngt normiert

Siehe ich habe das Bett frisch bezogen
Doch Sie wälzen sich unruhig  des Nachts
Von fiebrigen Angstträumen geplagt

Siehe meine Türe steht offen
Doch Sie filmen den Gast vor der versperrten Tür
Und reden über eine Sprechanlage argwöhnend

Siehe Musikanten sind bestellt zum Tanze
Doch Sie tragen Ohrstöpsel
Und beschallen sich ohne der Vögel Lieder vernehmend

Siehe ich schenke Ihnen meine Liebe
Doch Sie denken dabei nur an körperliche Vereinigung
Derweil Ihre Seele umherfliegt und Ihr Geist unbehaust brennt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Maurer

Der Maurer

 

 

Zuerst Ziegelsteine herbeischaffen
Dann den Grund festigen und Fundamente gießen
Sand Zement und Wasser stimmig rührend mischen

Kelle Lot Schnürchen und Wasserwaage
Sind bereit siehe wir bauen uns ein Haus
Doch was wird und will es verkörpernd sein

Ein Gefängnis Bunker Reihenhaus
Theater Konzertsaal Atelier
Der Palast der Liebe ists geworden