Behagen

Behagen

 

Hagen war ehedem ein wilder Mann
im Nibelungenlande  Wir die heutigen
zukünftigen ehren Hagen als starken

Kämpfer Seiner Zeit  Auch Nietzsche
kämpfte gegen Seine Zeit und fiel in
geistige Umnachtung  Ich Zarathustra

Künde uns das Wohlbehagen denn wenn
jeder an sich selber denkt ist an alle gedacht
So jedes sich spürt fühlt und empfindet ists liebend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glocken

Glocken

 

 

Wir alle leben unter einer Glocke
umhüllt von Gedanken Gefühlen
dem Wollen aller und dem Sein der Welt

Über einer Großstadt ist die dunstige
Glocke Ihres Atems selbst sichbar grau
aus allem Staub und Verbrennungsdünsten

Die seelisch geistige Dunstglocke liegt
Schwer über den Landen kein Schutz je
kein Heilen denn  Siehe ich Zarathustra

Rühre den Klöppel der Glocke der Freude
des Wohlklanges im Takt Deines Herzens
dem Dom der Sterne und Mutter Erdes Sonne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musik

Musik

 

Jedes Wesen also Du und ich
ist ein klingend schwingend Instrument
auf dem die Angst oder Lieben spielt

Siehe das Leben ist ein Orchester
Du der Dirigent Du der Komponist
Du der Spieler ich Dein Zuhörer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Anfang war die Tat

Am Anfang war die Tat

 

In Goethes Faust jenem Einweihungsepos
vernehmen wir den Helden sinnierend ob
denn am Anfange nicht das Wort wiewohl

Die Tat denn stünde und alles Heutge gründe
und siehe ein jeglicher ist Täter andem was
hier sich hindert oder offnbart obs ungetan

Geblieben obs getan trotzdems von höhrer
Warte nicht gewollt denn etwas nicht zu tun
ist eben auch getan Nichtstun obwohl das

Leben liebend danach schreit und seis nur
Flüstern in dem Tosen des hier des da und
vielerlei der Wirrung allenthalben ists Wahn

ists Wirklichkeit  Am Anfang wisse stand
ganz männlich Wissen als Weisheit uns
bekannt und weiblich froh benennet lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist Dir heilig

Was ist Dir heilig

 

Manchen ihr akademischer Titel
das Bankkonto ihr Automobil Ich
Zarathustra stelle Dir die Frage

Nach Leben und Vergehn Geben
und Nehmen Nichtsein und Sein
Angst oder Lieben Starrheit oder

Biegend in allem ausgewogen ist
Dir die Sonne Vorbild Begleiterin
verlebendigter Sinn sich schenkend

Allem jedem hin ohn Ansehn der
Verdunkelung den Finstren ein Gräul
den Lichten ein Spiel Sonnenstrahlen

Dringen durch die Gitterstäbe kitzeln den
schlafenden Gefangenen der erwachend
sich an Ihren Lichtsailen emporkletternd befreit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Unterscheidung der Geister

Die Unterscheidung der Geister

 

Die eine Seite hat Regierungen Militär Gerichte Gefängnisse
das Geburts und Sterbeurkundenmonopol Gesetzte Polizei

Die Seitenlosen sind Geist der die Idee gebiert Seele die Sie will
und einen Körper der beides offenbart beherrscht liebend dienend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsagbar

Unsagbar

 

Wisse Unsagbares gibt Es nicht
Alles ist Erkenntnislicht  Worüber
wir nichts wissen darüber haben

Wir zu schweigen  So der Philosoph
Heidegger  Ich Zarathustra künde Dir
Wenns Dir noch nicht im Herzen brennt

So fühle empfinde des Rätsels Lösung
die Verwünschung brechendes magisches
Heil  Was der Verstand nicht noch nicht versteht

Zaubert ein Lächeln hervor und was Dich stärkt
und kräftigt ist sonnenklar und wahr  Der Weg
ist immer denn der erste Schritt das Ziel läuft

Einfach mit  Sind Weg und Ziel und Wandersmann
vereint in Dir geborgen erlöschen alle Sorgen
pfeifst Du den Vögelein dankbar Dein Wonnelied