Category Archives: Gedicht

Die Hellfühlende

Die Hellfühlende

 

 

 

Es war eine Seele
Ob Mann ob Frau
Beiderlei und einerlei

Die fühlte was ein Mensch empfand
Na wie geht Es Dir
Gut klar alles bestens

Und nahm doch die Lüge wahr
Den Selbstbetrug unterdrückter Wut
Die abgrundtiefe Angst und bleierne Trauer

So das die Menschen einander verwirrten
Statt sich verbindend trennten verloren
Aus Angst wahrhaftig abgelehnt zu sein

Gefühle sind die Gewürze lebendiger Körperlichkeit
Die Jahreszeiten der Seele wechselndes Kleid
Und die klingenden Farben jeglicher Begeisterung

 

 

 

 

 

 

 

Der Gedankenleser

Der Gedankenleser

 

 

 

Schon als kleines Kind
Nahm Er wahr was Erwachsene dachten
Und konnte sich nicht erklären

Wesshalb Sie oft anders sprachen
Handelten und sich widersinnig verhielten
Eine Bürde und Gnade zugleich

In der Schule wusste Er
Was der Lehrer vorhatte
Kannte die Antworten längst

Später wagte Er manches zu benennen
Die Wirkung war den klaren Spiegel
Zu verhängen verschmieren oder zerschlagen

Schwer trägt Er an dieser Last
Dabei rückt der Tag immer näher
Da alle Menschen wieder Gedanken lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

Tanzen

Tanzen

 

 

Ich bin das tanzende Staubkorn
In einem gebrochenem Sonnenstrahl

Die wogende Schaumkrone
Auf einer Meereswelle

Die züngelnden Flammen tanzend
Im Lagerfeuer der Derwische

Und der Rythmus Deiner Trommel
O Geliebter der Nachtigallen Lied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lebendige

Der Lebendige

 

 

Es ist weder Weib noch Mann
Kind wahrlich vielmehr
Menschenwesen allemal

Geschmeidig wie der Wässer Fluß
Leichthin wie der Lüfte Wehen
Und fest der Felsen steinerner Art

Weder gebildet sittsam höflich
Noch erzogen informiert
Dafür von adeliger Seele Kraft

Den Tieren Geschwister
Den Steinen Bruder
Und der Pflanzenwelt Schwester

Feuer ist Sein Element
Und brennend fürchten Ihn die Kalten
Die Lauen wundern sich verstört

Keiner Form Sklave Sonnenkönig
Dienender Inhalt Sternenlicht
Rosenwasser im Brunnen des Lebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lebende

Der Lebende

 

 

Er hatte bald erlernt
Das Es um Überleben gehe
So wurde allemal gesprochen

Und ab da befand Er sich
In einem Kampf ums Überleben
Wie Er dachte und sich so fühlte

Er wurde gebildet sittsam
Erfolgreich geachtet und sattuiert
Sah abends Abenteuerfilme und las Krimis

Dann geschah etwas
Ein unerbeterner Gast trat
In Sein ach so sicheres Leben

Die Krankheit
Eine existentille Kränkung
Und der Mensch brach in sich zusammen

Litt zweifelte verzweifelte
Wurde zornig niedergeschlagen
Betrübt und begann zu hinterfragen

Heute ist diese Seele
Wieder begeistert
Ein Lebendiger unter Scheintoten

 

 

 

 

 

 

 

Der Sterbende

Der Sterbende

 

 

Der betagte Mann
Es war vermutlich eine Frau
Also der alte Mensch

Lag in Seinem Hause auf dem Bette
Die gezeichneten Hände
Nebeneinander auf der Bettdecke

Und war bereit Gevatter Tod
Auf Seinen Abruf hin
Jederzeit zu folgen

Um Ihn standen Szenen
Menschen Ereignisse und
Das starke Gefühl

Damit verbunden ob und wie
Er damals geliebt hatte
Als all die Jahre vorübergezogen

Schloß Er friedlich lächelnd die Augen
Und verschied leicht wie eine Daunenfeder
Zart wie ein Frühlingslüftchen

 

 

 

 

 

 

Der König

Der König

 

 

Ich wusste nicht wie mir geschah
Sie trugen mich auf den Schultern hinaus
Standen vor meinem Haus und umjubelten

Mich Ihren Neuen König
Gut wenn Es denn das Schicksal ist
Und die Arbeit begann

Schulunterricht wurde frei gestellt
Wie Hausschulung und private Lehrkreise
Das Militär abgeschafft Rüstungsbetriebe umgewandelt

Großverdiener und Millionärsmilliardäre
Zu einer einmaligen Grundabgabe veranlagt
Steuern allgemein als freiwilliger Beitrag

Jedem anheimgestellt
Kirchen sich selbst finanzierend entkoppelt
Freie Energiepatente öffentlich gestellt

Atommeiler still gelegt
Und der Strafvollzug in therapeutische
Wohngemeinschaftshäuser verwandelt

Dann war meine Arbeit bewältigt
Und jeder war jetzt Königin und König und
Ich erwachte aus meinem wunderschönem Traum