Category Archives: Poesie

Macht nichts

Macht nichts

 

Es macht mir nichts aus
Das die dies und jenes nicht machen
Und jene dieses oder jenes Verbrechen vollbracht

Das Lüge für Wahrheit verkauft
Und Catherine Thurner s Blick
Auf YouTube zensiert gesperrt

Ich mache weiter hier in meiner
Kleinen Welt bin König Diener
Reiner Tor wies mir gefällt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Machen

Machen

 

In der Grundschule hörte ich
Aufmerksam berührt die Lehrerin
Ersetze Tun und Machen
Durch ein passendes Zeitwort

Einer meiner Nachbarn wechselte das
Plexiglashageldach der Terrasse aus
Ich grüßte über den Zaun Er störe mich nicht

Mein Mittagsschläfchen das Telefon ringt
Der Nachbar Kannst Du mir bitte helfen
Mir ist die Leiter weggerutscht

Er saß auf dem Dach die Leiter schräg
Schutzengelgeschützt Er der Macher
Mir macht das nichts aus

 

 

 

 

 

 

 

Sex

Sex

 

Als die Wissenschaftler des Britischen
Königreichsimperiums in Indien die Tempelreliefs
Innigster tantrischer Vereinigungen

Von Männern und Frauen Shaktishiva entdeckten
Verschwiegen Sie diese und in Ihren
Bebilderten Forschungsberichten

War jenes skandalöse Feiern körperlicher
Seelischer und Geistiger Wonne pfui
Schmutz Sünde und verwerfliches Tabu

Die industrielle Pornografie
Und kriminelle Frühkindsexualisierung
Laut staatlichen Leerplänen

Ist der kränkende Pendelausschlag
Weltweiten Extremismusses und Disharmonie
Sexuelle Wonnen sind einander nährend

In der polaren Einseitigkeit die Gleichzeitigkeit
Gemeinsamen Lebensflusses der sich
Im Höhepunkt in den Ozean der Entspannung ergießt

 

 

 

 

 

Der Arbeiter

Der Arbeiter

 

 

Weder Anstreicher noch Gärtner
Wohl auch getan dafür den giftigen
Abschaum die üblen Dämpfe der Lüge

Zu entdecken benennen und entsorgen
Kanalarbeiter Klärwerker das was
Psychologen systemerhaltend

Ebenso gerade flicken dabei das
Grundübel übergehen nicht sehen
Wollen oder können Schickasal

Es gibt viele Wahrheiten des Übels
Und nur eine Bewahrheitung zu
Deren Heilung    Lieben

 

 

 

 

 

 

 

Eine Geschichte

Eine Geschichte

 

 

Ja ich wäre größenwahnsinnig
Begänne ich damit zu titeln
Die Geschichte denn derer gibt Es

Unendlich viele gleich dem Wüstensand
Doch sei ganz beruhigt nicht von
Der Schule Unterricht in Geschichte

Sei hier die Rede die nur von Macht
Scheinbarer Ohnmacht und Kriegen birst
Hier ist Dir gewiss ganz klar und wahr

Nur gekündet was eben jetzt geschieht
Und wenn dies nur Deine Langeweile kitzelt
Dann Künftiges jenes was erst noch bald beginnt

Ich will mich kurz fassen denn alles schreit
Keine Zeit ich muss noch dies noch das
Und so bedrängt hier die Essenz von alledem

Es war einmal und ist nicht tot
Wie denn auch Verwesendes lassen wir
Beflissentlich in Frieden vergehend ruhn

Nein ungestüm und voll der heitren Kraft
Sei hier berichtet was Du bist an Macht
Erschaffst mit Deiner Seele Augenpaar

Dir Buchstaben Zeilen Worte Sätze wahr
Vertrauend mir den Du nicht siehst
Ganz aus dem Nichts hervorgezaubert

Mein Lächeln schalkhaft Es genießt
Und wenn mir auch das Herze pocht
Seh ich ein Staunen Dir geschenkt

 

 

 

 

 

 

Der kleine Große Unterschied

Der kleine Große Unterschied

 

Was Du NICHT willst das man Dir tu
Das füg auch KEINEM andern

Was Du willst das Sie Dir tun
Das sei Du Allem immerda

Lieben

 

 

 

 

 

Der weiße Ritter

Der weiße Ritter

 

 

Ein Edelmann in einer Rüstung schwer
Weiß wie Schnee zog durch die Lande
Den dunklen Mächten auf der Spur

Und kämpfte manchen Strauß
Das Finstre nieder wohl auf Zeit
Doch selbst der Erde Krume Schwarz

Und auch das stille Sternenzelt
Ward Ihm unheimlich lichter Tag
Und raabenschwarze Nacht

Bis das ein verrußter Schornsteinfeger
Seines Schicksals Weges kreuzte
Da Er erwacht und ward erhellt

So ritt Er ein bei einem Schmied
Zog aus das Eisen hart und schwer
Auf das er schmiede Lanze Dolch und Schwert

Zu Eisen für der Bauern Pferde
Zur Axt für Ofenholz und auch in
Eines Gärtners Rosenschere licht