Category Archives: Poesie

Verehrung

Verehrung

 

Dein Antlitz je zu schauen
Geliebte ist meines Daseins  Sinn
In Feuers Flammen ahnend blind

Des Wassers See Dich zitternd spiegelt
Entblößt in tiefer tiefer Nacht beschattet
Seh ich Dein funkelnd Sternenkleid

Und wenn des neugebornen Morgens Dämmer
Der Vögel Lied die Welt erweckend schwingt
Hör ich Dich Singen Tauber der ich bin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir

Wir

 

 

 

Wir sind mehrdimionsional
Geschwisterwesen allemal
Euch beobachtend

Seit langem schon
Berichtet Euere Geschichte
Von unserem Sein

Wir sind besorgte Helfer
Länger denn Ihr den Erfahrungsweg gegangen
Und dürfen nur eingreifen

Wenn Ihr darum ersucht
Das gebietet der Kosmische Rat
Und die Freiheit des Liebens

 

 

 

 

 

 

Erfahrung

Erfahrung

 

 

Die Sonne stand schon abendlich
Da fuhr ich über Land
Bedächtig wie ein Rentner

Ehrfürchtig staunend schauend
Auf goldener Ährenfelder Pracht
Satter Wiesen Grün atmend

Waldesdunkel geheimnisvoll
Hügel sanfter Auen Reiz
Auf Mutter Erdes Antlitz

Streichelte ihr die Wangen
Liebkoste Ihr Gesicht wir
Ihre Kinder haben Pupertät

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Minne

Minne

 

 

O holdes Weib
Darf ich Dir raten
Mir Hand Herz und Seele anzutragen

Dem Geiste sind wir alle wohlverwandt
Der Seele Vielfalt ist uns allbekannt
Im Leibe denn vereint entzückt

Bereiten Menschenkinder
Hier auf Erden ehelich
Einander Wohl und Herzensglück

 

 

 

 

 

 

 

 

Heilung

Heilung

 

 

Das größte Unheil auf Erden ist Angst
Und Der den sie Heiland nannten
War gänzlich frei von ihr

Und indem Er heilte
Nahm Er zunächst die fremdbesetzende Angst
Von den Menschenkindern hinweg

Im Verlauf meines Lebens habe ich
Jahrelang in Heilberufen geholfen
Und Schwerstkranke getroffen

Die ihre Gekränktheit leichthin annahmen
Und darin gesünder lebten
Als manch vermeintlich körperlich Unversehrte

 

 

 

 

 

 

 

Das Märchen Zeit

Das Märchen Zeit

 

 

Die meisten Menschen sind noch Opfer
Der Illusion der Allmacht von Zeit

Dabei ist das Leben wie eine Zwiebel
Geschichtet in Schalen von Unendlichkeit

Steht der hölzerne Laufstall begrenzend
Im großen Wohnzimmer der Eltern

Und das kleine Menschenkind
Hangelt sich gehversuchend umher

Während das Wohnzimmer nur einen
Raum der gesamten Wohnung birgt

Und schon nach der Haustüre
Die große weite Welt wartend beginnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wandel

Wandel

 

 

 

Einst war ich Sammler
Verging und wurde Jäger

Dann umherziehender Viehzüchter
Und starb als Bauer wiedergeboren

König der ich machtvoll herrschte
Wurde ich Bettler ein andermal

Weib dem Manne mit Kinderschar
Dann Mann als Krieger fern der Heimat

Vordem Gläubiger eng und unerbittlich
Nachher bin ich Heide dann gewesen

Siehe die Zeit mag erfahrend vergehen
Doch schenkt Sie mir ewigliches Lieben