Tag Archives: Feuer

Feuer

Feuer

 

 

Früher gab Es öfter Feuerbrünste
Der offenen Feuerstellen wegen
Kaminbrände auch offenes Licht

Heute gesetzliche Rauchmelder
Kleincomputer piepste Er nächtens
Ich habe alle ungesetzlich entfernt

Ist der Geist ein Angst verzehrendes Feuer
Und flammendes Lieben weder ein laues Lüftchen
Noch das Bisschen Wärme an der Ofenbank

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feuer

Feuer

 

 

Gestern war ich zu einem Johannisfeuer
In Frieding welch ein Name eingeladen
Die Vermittelnde schon länger den Führerschein entzogen

Hatte ich abgeholt und einen Ihrer Bekannten
Sie kürzlich getestet Wahrnehmungs und Denkstörungen
Das haben Politiker und ich auch tröstete ich Sie

Der Freund und ich trugen für Sie eine schwere Kiste
Später verbrannte die Gestörte alte Papiere
Und ich fagte Sie  liegend ob ich etwas dürfte

Legte meine flache Hand auf Ihren Solarplexus
Dann die Herzhand auf Ihre Stirn Sie entspannte sich
Feuer ist in Allem Leben Lieben in Dir

 

 

 

 

 

 

Feuer

Feuer

 

 

 

Ich bin bei der Feuerwehr
Lege die Lunte in trockenes Stroh
Komme zu jenen da Sie sagen
Er Sie hat nur Stroh im Kopf

Ich trage die Flamme dahin
Wenn Sie sagen Zieh Dich warm an
Es kommen harte Zeiten
Feuer erwärmt

Ich hinterlege einen Funken
Dort wo Sie sprechen
Der ist keinen Funken mehr wert
Und die Flammen lodern

Ich entzünde jene Verlorenen
Die von sich sagen
Alle Hoffnung fahren lassen
Sehnsucht brennt hält hellwach

 

 

 

 

 

Brennen

Brennen

 

 

 

Du bist das Feuer
Und ich Dein Holz
Du bist die Flamme
Und ich Dein Schein
Du die Leben spendende Wärme
Ich darf Licht Dir sein
Als Rauch steige ich dankbar Dir
Freudig in den Himmel empor
Brennend löse ich mich auf in Dir
Nur befreite Asche bleibt hier

 

 

Für Hafiz und Dilara

 

 

 

 

Feuer

Feuer

 

 

 

 

 

Gestern abends fuhr ich Heim
Und sah im Garten vor dem Hause einer Nachbarschaft
Ein lustiges Feuer flackern
Ich parkte und lief dann dorthin
Das Gartentürchen offen
Ein Hallo und freudiges Begrüßen des Päarchens
Und einiger illustrer Gäste
Bier und später eine Wildpflanzenzigarette ging um
Ein schöner leichtbärtiger Mann sprach über die „Scheiße“
Da draußen und wie ja was Er eigentlich wolle
Das sei Seine Frage

Ich frage Ihn wenn dies alles nur eine Inszenierung ein Bühnenstück ist
Welche Rolle wolle Er darin spielen
Hinter dem Vorhang Kulissenhandwerkskünstler Stückeschreiber
Haupt oder Nebenrolle Täter Opfer Retter
Er grinst mit der Bierflasche in der Hand
Nur Spaß haben
Noch ein zwei Male frage ich nach
Er windet sich lenkt ab

Ein weiterer Gast behauptet die Urangst sei vor dem Tode instinkthaft
Ich antworte nein Es sei nur die verkleidete Angst vor dem Leben
Furcht sei naturgegeben als Vorsicht zur Lebensbeschützung
Die Urangst stamme von einem herrschsüchtigen rachegelüsterndem
Strafwütigem alttestamentarischem Gottesbild von Hölle Scham und Schuld
Er fiel mir ins Wort tat Es ab und grinste dabei unsicher Seine
Abwehr überspielend

Die Lebensgefährtin des Gastgebers frisch guter Hoffnung saß neben mir
Neues werdendes Leben und das künftige Elternpaar traf keine Maßnahmen
„Die Überbevölkerung“ zu bedienen
Lieben findet Seinen Platz im Leben auch über den Tod hinaus

Das Feuer bekam frische Holznahrung ich verabschiedete mich
Heiß ist Es geworden leuchtend die Gesichter in klarer Sternennacht

 

 

 

 

 

 

Feuer

Feuer

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die Wüste lodert
Unter der sengenden Sonne
Bin ich Oase mit Ihr vermählt

Und wenn im nordischen Fernland
Das Eis die Seen überfriert
Flammt meine Sehnsucht im Schnee

Da wo die Wasser der Meere kühlendes Nass
Schwimme ich als feuriger Seestern noch

Selbst in der Sternennacht
Scheint meine Sonne in Dein Zelt
Dir wonnige Träume schenkend
Wer wo und was Du auch bist
Brennt die Flamme der Liebe ewiglich

 

 

 

 

 

 

 

Feuer

Feuer

Als Prometheus den Göttern
Das Feuer entführte und der
Morgenstern Luzifer jener
Lichtbringer den Erkenntnissinn

Der Menschen erschloss begann
Ein tiefgründiger Zwist der
Dunkelheit mit dem Licht
Und manch feuriger Geist

Endigte in einem Scheiterhaufen
Lodernder Rache schwelender Angst
Weil ein nicht Gewusstes den Kuß
Feurig brennenden Wissensdurstes

Noch nicht ertrug Liebe ist immer
Noch die gefährlichste Kraft auf Erden
Wie sonst bäumte Sich all die Lieblosigkeit
Auf zu einem letzten Gefecht gegen Sie

Dabei steht der Ausgang schon lange fest
Und der Demütigende begehrt ja nur
Auf verzweifelte Art das Unterdrückte
Und im Kampfe umschlingt Er Ihn noch
Liebenden gleich

Für Stephanie Dilara
und Ihrer feurigen Seele