Du bist das Feuer
Und ich Dein Holz
Du bist die Flamme
Und ich Dein Schein
Du die Leben spendende Wärme
Ich darf Licht Dir sein
Als Rauch steige ich dankbar Dir
Freudig in den Himmel empor
Brennend löse ich mich auf in Dir
Nur befreite Asche bleibt hier
Gestern abends fuhr ich Heim
Und sah im Garten vor dem Hause einer Nachbarschaft
Ein lustiges Feuer flackern
Ich parkte und lief dann dorthin
Das Gartentürchen offen
Ein Hallo und freudiges Begrüßen des Päarchens
Und einiger illustrer Gäste
Bier und später eine Wildpflanzenzigarette ging um
Ein schöner leichtbärtiger Mann sprach über die „Scheiße“
Da draußen und wie ja was Er eigentlich wolle
Das sei Seine Frage
Ich frage Ihn wenn dies alles nur eine Inszenierung ein Bühnenstück ist
Welche Rolle wolle Er darin spielen
Hinter dem Vorhang Kulissenhandwerkskünstler Stückeschreiber
Haupt oder Nebenrolle Täter Opfer Retter
Er grinst mit der Bierflasche in der Hand
Nur Spaß haben
Noch ein zwei Male frage ich nach
Er windet sich lenkt ab
Ein weiterer Gast behauptet die Urangst sei vor dem Tode instinkthaft
Ich antworte nein Es sei nur die verkleidete Angst vor dem Leben
Furcht sei naturgegeben als Vorsicht zur Lebensbeschützung
Die Urangst stamme von einem herrschsüchtigen rachegelüsterndem
Strafwütigem alttestamentarischem Gottesbild von Hölle Scham und Schuld
Er fiel mir ins Wort tat Es ab und grinste dabei unsicher Seine
Abwehr überspielend
Die Lebensgefährtin des Gastgebers frisch guter Hoffnung saß neben mir
Neues werdendes Leben und das künftige Elternpaar traf keine Maßnahmen
„Die Überbevölkerung“ zu bedienen
Lieben findet Seinen Platz im Leben auch über den Tod hinaus
Das Feuer bekam frische Holznahrung ich verabschiedete mich
Heiß ist Es geworden leuchtend die Gesichter in klarer Sternennacht
Auch wenn die Wüste lodert
Unter der sengenden Sonne
Bin ich Oase mit Ihr vermählt
Und wenn im nordischen Fernland
Das Eis die Seen überfriert
Flammt meine Sehnsucht im Schnee
Da wo die Wasser der Meere kühlendes Nass
Schwimme ich als feuriger Seestern noch
Selbst in der Sternennacht
Scheint meine Sonne in Dein Zelt
Dir wonnige Träume schenkend
Wer wo und was Du auch bist
Brennt die Flamme der Liebe ewiglich
Als Prometheus den Göttern
Das Feuer entführte und der
Morgenstern Luzifer jener
Lichtbringer den Erkenntnissinn
Der Menschen erschloss begann
Ein tiefgründiger Zwist der
Dunkelheit mit dem Licht
Und manch feuriger Geist
Endigte in einem Scheiterhaufen
Lodernder Rache schwelender Angst
Weil ein nicht Gewusstes den Kuß
Feurig brennenden Wissensdurstes
Noch nicht ertrug Liebe ist immer
Noch die gefährlichste Kraft auf Erden
Wie sonst bäumte Sich all die Lieblosigkeit
Auf zu einem letzten Gefecht gegen Sie
Dabei steht der Ausgang schon lange fest
Und der Demütigende begehrt ja nur
Auf verzweifelte Art das Unterdrückte
Und im Kampfe umschlingt Er Ihn noch
Liebenden gleich