Category Archives: Liebe

Liebe

Liebe

 

 

 

Ist das Gefährlichste auf der Welt
Viele wurden ob Ihr gemordet
Denn Liebe ist der Tod der Angst
Deshalb wütet Angst gegen Sie

Lieb haben ist lauer Kaffee
Lieb sein warme Limonade
Lieben ein versengendes Feuer
Tod allen Lug und Trugs

Sex ist meist jenseits des Liebens
Wie Hunger und Durst
Gleich Kleidung und Schlaf
Verdauung noch reine Notdurft sind

Verliebt kannst Du mehrmals täglich sein
Eros gibt Dir jeden Augenblick hierfür
Freundschaft übt Lieben
Und das Göttliche vollendet Sie

 

 

 

 

 

 

Stau

Stau

 

 

 

Mögen auch die Verkehrswege
Heute häufig gestaut sein
Und der Nil in Ägypten längstens
Seinen nährenden Schlamm
Gestaut den Feldern versagen

Ist Wut in Lebensüberdruß gestaut
Und natürliche Wesensart verkommen
In angepassten Wohlverhaltens Norm
Floskelhafter Höflichkeit Liebesstau
Der Frühling in Dir Dein Herze öffnet

 

 

 

 

 

 

Wille

Wille

 

 

 

Förster wollte ich werden
Knabe noch
Archäolge sein als Junge
Dann Jugendlicher nichts mehr

Heute jetzt Brücke
Über den Abgrund
Fenster zur Welt
Licht in Deinen Augen nur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein

Mein

 

 

Das Universum meine Heimat
Die Sonne ist meine Mutter
Der Mond mein Vater
Das Göttliche meine Eltern

Erde mein Brot
Das Wasser mein Trank
Feuer mein Geist
Und Luft meine Seele

Engel meine Lehrer
Steine meine Brüder
Pflanzen mir Geschwister
Und Tiere meine Kinder

 

 

 

 

 

 

Das Himmelstor

Das Himmelstor

 

 

 

 

Das Tor zum Himmel
Besteht aus zwei Flügeltüren
Der linke Flügel ist das Gute
Der rechte das Böse

Du kommst weder durch die linke
Noch durch die rechte Flügeltüre hinein
Dazwischen ist ein Spalt
Gerade breit genug für Dich

Sein Name ist nur wenigen bekannt
Wie Es auch den Juden verboten ist
Den Namen Ihres Gottes auszusprechen
So musst Du Ihn wissend aussprechen sein

Der Spalt ist die Pforte mit Name
Jenseits von gut und böse
Und der Wächterengel sieht Dir
Auf den Grund Deiner Seele

Ist Dein Herze brennend
Angstfrei leuchtend
Vertrauen ausstrahlend
Dann stehen Dir Tür und Tor offen

 

 

 

 

 

 

Sehen

Sehen

 

 

 

Hast Du heute die Sonne gesehen
Ja oder ist Sie versteckt über den Wolken
Nein Du hast nur Ihr Bild betrachtet
Um die Sonne sehen zu können
Wirst Du selber Sonne sein

Strahlend für alles und alle
Immer und jederzeit selbst bei Nacht
Denn die Nacht ist nur die Sehnsucht nach Licht
Wärme Licht Wachstum Wandel schenkend
Dann bist Du gesehn

Hast Du den Mond gesehen
Bleich und weiß silbrigen fahlen Scheins
Neumond verbirgt Ihn nur
Immer ist Er zeugend zugegen
Selbst in der Helle des Tages unsichtbar

Regelnd Zyklen vorgebend
Maß von Ebbe und Flut
Eisprung Befruchtung Fortpflanzung
Blutung noch zuletzt
Bist Du allen Wachstums und Vergehens Naturgesetzt

Hast Du die Sterne blinkend dort erschaut
Nächtens fest und wandelbar
Tot seien Sie kein Leben tragend
Sprechen nur die Toten Dir
Venus Mars und Merkur

Würze Farben und Gerüche
Klänge Metalle Kupfer Eisen Quecksilber
Alles schafft die Sternenkraft
Uran dem Uranus Plutonim des Plutos Blut
Funkeln Deine Augen Seher selbst geworden

 

 

 

 

 

Ostern

Ostern

 

 

 

 

Ja dies sind meine letzten Worte
An Dich und somit
An die ganze Welt
Bergmann verschüttet unrettbar verloren
Eingestürzter Kohleschacht abgrundtief
Im Angesichzt des Todes

Ich Seemann Weltmeere erfahren
Wind und wettergegerbt
Gerade sinkt mein Schiff
Und kein Notruf stieg in den Äther
Nass wird mein Grab sein
Also höre

Bergsteiger Einzelgeher
Habe ich mir den Knöchel gebrochen
Keine Leuchtrakete nichts
Nur ein kaltes Gletschergrab
Kurz vor dem Gipfel
Ironie der Götter ach

Philosoph Existentialist
Realist Soziologe und Politologe
Ich gestehe auch Theologie
Faustisch Kunstgeschichte noch
Pessimist und humanistischer Atheist
Freitod ist auch eine Flucht

Ich höre den Gesang der Frühlingsvögel
Ein Berggeist spricht mich an
Ja eine Seejungfrau raunt mir zu
Und Merkur der Götterbote erscheint
Mahnt Bruder Mensch Du stirbst nicht
Wir brauchen Dich die Zweimalgeborenen