Category Archives: Poesie

Niemandsland für Alle

Niemandsland für Alle

 

 

 

Das Niemandsland für Alle
Liegt ringsum eines jeden Landes
Königreiches Republik und wie Sie alle heißen

Natürlich auch darüber
Und untendrunter
Versteht sich

Dort gibt Es keine Regierung
Denn Alle reagieren und Alle
Agieren wenn Es um die Liebe geht

Jedes gibt was Es hat und kann
Keiner vorenthält irgendetwas wem
Oder verkünstelt verknappt

Den Reichtum des Lebens
Jede Seele tut was Sie talentiert kann
Jeder Geist liebt was Er tut

Da Alle mit sich selbst
Und dem Leben an sich in Friede ist
Gibt Es weder Militär noch Kriege

Das Wasser ist geehrt wie ein Gott
Die Luft verehrt gleich einer Göttin
Das Feuer bewundert wie ein Göttliches

Und alles erdige stofflich Materielle
Wie die Große Urmutter bedankt geschätzt
Kinder sind allen und Tiere aller Geschwister

Manche nennen dieses Land Fantasien
Utopia Nirvana Himmel oder einen Traum
Eine Fiktion oder Illusion

Ich der bescheidene Träumer
Irrealer Fantast und bekennender Utopist
Bezeuge Es selbst schon gesehen und betreten zu haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Türkei

Türkei

 

 

 

In den 70er Jahren als Anhalter
In einem Dörfchen an der Brücke über den Fluß stehend
Kam eine Küchenschürze tragende mütterliche Frau

Auf meine Freundin und mich zu
In der Hand eine Nudelsalatschüssel
Die Sie uns Fremden Reisenden schenkte

Attatürk verbot die traditionelle
Wollene rote quastengeschmückte Kopfbedeckung
Den Fez was dem gleich kommt

Wenn in Bayern der Trachtenhut verboten würde
Gel gör beni ask neyledi
Sieh was die Liebe aus mir gemacht hat

Der Titel eine Liedes der Sufitradition
Und Rumi der in Konia lebte und wirkte
Der Goethe der Türkei und Sein Freund Shams

Der Freigeist Schiller des Orients
Sind die verblüffende Spiegelung
Des welthistorischen Weisheitssatzes
Das Licht kommt aus dem Osten

 

 

 

 

 

 

Jetzt

Jetzt

 

 

Die alten Zeiten sind vorbei
Da Vergangenheit unabänderlich bedrückt
Alle  Zukunft grau verhangen scheint

Heute jetzt und hier verzückt
Entlässt Du was einst war vergebend
In den Ozean der Unermesslichkeit

Bist der Zukunft zart ergeben
Wie ein Same sehnend in der Erde Nacht
Bist im Heute Jetzt und hier
Liebend alles Leben freudig nun erwacht

 

 

 

 

 

 

 

 

Bekenntnis

Bekenntnis

 

 

Ich liebe die Frauen
Die Mädchen ja jedes Weib
Nach Geist Seele Körper und Leib

Ich liebe die Männer
Ob Ihrer Kraft
Ich liebe mich selbst
All dies fühlend bedacht

 

 

 

 

 

Heilige Mathematik

Heilige Mathematik

 

 

Ich gestehe in Rechnen eine 0 zu sein
Dennoch habe ich mir einen Lehrsatz verinnerlicht
Wo die Liebe rechnet ist Sie bettelarm

Und hier der Beweis
1 und 1 ist 3
Weil ein Einzelnes Blume Stern Auto Schockolade

Nichts ist als fast 0
Erst wenn ich Es geschenkt erhalte oder mir erwerbe
Sind wir 2 falsch drei

Denn weil ich Es mit Dir teile
Seis verschenkt oder geteilt vermehrt
Dir nur einfach erfreut darüber erzähle
Ist 1 und 1 alle guten Dinge sind 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heilige Geometrie

Heilige Geometrie

 

 

Ich springe gleich im Dreieck
Verlasse die Quadratur des Kreises
Jene angstverrammelte Wohlfühlbox

Finde alles Leben zum Kugeln
Stelle die Pyramide auf den Kopf
Und wandle den Pfad spiralig nun hinan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menschwerdung…

Menschwerdung…

 

 

Damals sagten Sie
Ich sei doch nur ein kleines Kind
Und müsse erst erwachsen werden

Wie das ginge verschwiegen Sie
Nicht ganz das Kindsein lassen weil kindisch
Und mich auf den Ernst des Lebens vorbereiten

Um dies schmackhaft zu machen
Versprachen Sie ich könnte
Mir dann alles kaufen und

Heute bin ich erwachsen
Im Sinne radikaler Selbstverantwortung
Doch diese Initation erhielt ich erst mit 50

Das ich bei alledem
Nach wie vor zuallererst
Ein Kind von Mutter Erde

Und Vater Sonne bin
Das ist mein Erbteil
Vermächtnis Spiel und Sinn