Category Archives: Poesie

…nur Mensch sein

…nur Mensch sein

 

 

Alles was ich gerade am Leib trage
Ist mir geschenkt nur ein Afghanischer Ring
Und die randlose Gleitsichtbrille sind gekauft

Oft trage ich eine Türkische Gebetskappe
Und wurde schon zweimal von Frauen
Schüchtern lächelnd gefragt ob ich Jude sei

Doch tragen Juden eine Kippa
Mit einer kleinen roten Stoffrose obenauf
Nein und meine Lederriemensandalen barfüßig

Werden bestaunt als Jesuslatschen
Oskar Maria Graf schrieb das Buch
Seiner Kindheit Wir sind alle Gefangene

Und durfte mit Seiner Bayerischen Lederhose
Nicht die Carnegie hall betreten
Verkleidetes Leben nackt sind wir geboren

 

 

 

 

Ein Engel

Ein Engel

 

 

 

Ein Engel fiel herab
Nicht weil Er ungehorsam
Er fiel da Er geträumt

Der Menschen Welt und Leben
Zu kennen ja selbst zu erleben
Flugs fand Er sich auf Erden wieder

In einem nahen fernen Land
Gekleidet wie der Selben einer
Mit kurzen Haaren unerkannt

Da staunte wunderte der Engel sich
Denn als Er mich sah da lächelte ich
Denn heimlich war Sein Augenlicht

Ganz liebestrahlend unirdisch himmelig
Wir blieben stehn und fielen uns in die Arme
Er blieb ich stieg empor ward nimmer mehr gesehn

 

 

 

 

 

 

Weltenrätsel

Weltenrätsel

 

 

Eine Künstlerseele
Dechiffriert ein Symbol
Auf einer darunter oder darüber

Liegenden Sphärenebene
Indem Sie Es neu verrätselt
Darin den Gewohnheitsmenschen

Sehnsucht wieder fühlend schenkt
Dahin das Ei in der Fr ei heit
Auszubrüten das ein Adler befruchtet
Und eine Friedenstaube gelegt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahrheit

Wahrheit

 

 

Es gibt nur eine Wahrheit
Und viele Lügen
Irrtümmer und Behauptungen

Weder Halbwahrheiten
Wie halbe Schwangerschaften
Noch diese Selbstentlarvung

Um ganz ehrlich zu sein

Ist nur das Eingeständnis
Vordem und nachher
Halb gelogen zu haben

Etwas wurde vorenthalten ist unterschlagen
Der Reichstagsbrand 9/11 ground zero
Der J.F.Kenndymord Der Urknall

Ja zuallerest der Adam & Eva Mythos
Kaspar Hausers  Kerkerhaft und Emordung
Rudolf Steiners Vergiftung

Die einzige Wahrheit
Ist war und wird sein
Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sehne

Die Sehne

 

 

Wir haben den Bogen überspannt
Also riß die alte Sehne
Amors Bogen verletzt kein Herze mehr

Mir reißt gleich die Hutschnur
Weg mit den alten Hüten
Kappen Mützen baren Hauptes nun

Wir brechen alle Brücken hinter uns ab
Und stürzen uns in den Fluß schwimmen
Gegen den Strom bis zur Quelle hin

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht

Sehnsucht

 

 

 

Sie sagen Dir eiskalt
Hunger Appetit sei genüsslicher als Sättigung
Begierde Wolllust gailer denn Befriedigung

Der Weg sei das Ziel wird behauptet
Weil spannender denn das Erreichen
Dabei entlarvt sich nur die Ziellosigkeit

Sie erklären Freien Werben ist reizvoller
Denn sich schenkend bekennend verbinden
Aus Angst die Wahrheit komme ans Licht

Sie verbreiten Sehnsucht sei eine Sucht
Dabei ist der Suchende nur die Gefahr Gestohlens
Verloren Geglaubtes wieder zu findend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bildhauer

Der Bildhauer

 

 

 

Schon jung an Jahren
War in Ihm dieser Drang
Gestein Fels harte Materie

Bearbeitend  zu verstehen
Im Werken fühlend darin aufzugehn
Suchend Seinen Willen darin probend

Und eines Tages dann hatte Er
Seinen Block anverlobt gefunden
Granit der härtesten Gesteine eines

Tag für Tag
Woche für Woche
Jahr ums Jahr

Trat Er in die Werkstatt
Klopfte hier
Hämmerte da

Manchmal ratlos
Oft zweifelnd
Selten wild entschlossen

Denn Er wusste nicht
Was in diesem Block
Sich verbergend zeigen will

Ob schönes Weib
Edles Tier
Pflanze oder gar ein Gott

Dann eines Tages
Die Sonne schien durch staubiges
Fensterglas gedämpft

Prallte Er zurück
Er erkannte sich selbst
Freigelegt Ich bin Du